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Montag , 27 März 2017

Weltcup-Finale Oslo: Anton Shipulin gewinnt letztes Verfolgungsrennen der Saison – Simon Schempp verpaßt Top Ten!

Anton Shipulin (RUS) – Foto: Andrej Ivanov

Anton Shipulin konnte beim Verfolgungsrennen in Oslo seinen zweiten Saisonsieg feiern. Der Russe, Dritter des gestrigen Sprints, setzte sich nach 12,5 km am Holmenkollen mit einer Strafrunde souverän mit einem Vorsprung von +5,7 Sekunden vor dem Franzosen Martin Fourcade durch. Der sechsmalige Gesamtweltcupsieger, der zwei Extrarunden á 150 Meter drehen mußte, stand aber schon vor dem Rennen als Gewinner der kleinen Kristallkugel fest. Dritter wurde der Norweger Johannes Thingnes Boe.

Vierter wurde Fredrik Lindström. Der 27jährige Schwede traf als einziger aller Starter am Schießstand alle zwanzig Scheiben und verbesserte sich von Rang 15 bis aus 4. Fünfter wurde der Italiener Lukas Hofer, der ebenfalls wie Lindström einen großen Sprung von Rang 21 aus nach vorne machte.
Shipulin holte sich den zehnten Weltcup-Sieg seiner Karriere, während Fourcade sage und schreibe zum 21. Mal in der Saison auf dem Podest stand.
Simon Schempps Aufholjagd endet auf Rang elf!

Wie Laura Dahlmeier bei den Damen kurz zuvor machte sich auch Simon Schempp auf, und rollte das Feld sozusagen von hinten auf. Bei schwierigen Windverhältnissen am Schießstand blieb Schempp, der nach seinem krankheitsbedingten Fehlen in Pyeongchang und Kontiolahti im Sprint sich langsam wieder herantasten wollte, fehlerfrei und schob sich auf den 14. Zwischenrang nach vorne. Während Boe und Fourcade je einmal in die Strafrunde mußten, kamen Shipulin und Landertinger dagegen fehlerfrei durch und der Russe übernahm die Führung.
Shipulin macht auf der zweiten Runde richtig Dampf, baute seinen Vorsprung aus und kam als Erster zum zweiten Schießen. Der Russe traf alle fünf Scheiben und verlies den Schießstand bevor die Konkurrenz heranauschte. Fourcade, Garanichev und Boe blieben ebenfalls fehlerfrei und machten sich auf die Verfolgung des Russen. Dominik Landertinger, der drei Scheiben stehen lassen mußte, verabschiedete sich fürs erste mal aus dem Verfolgerfeld.

Aber auch Simon Schempp erwischte es beim zweiten Schießen mit einer Strafrunde. Damit kam der Vormarsch des Massenstartweltmeisters erst einmal etwas ins stocken.

Shipulin marschierte vorne weg und baute seinen Vorsprung weiter aus. Beim dritten Schießen leistete sich aber auch der Russe seinen ersten Fehler und bog in die Strafrunde ab. Boe und Fourcade lieferten sich ein atemberaubendes Schnellfeuerduell mit jeweils fehlerfreiem Schießen. Der Tscheche Ondrej Moravec profitierte vom Fehler Garanichevs und lag auf dem vierten Rang.
Simon Schempp zeigte, daß er zurecht zu den besten Stehendschützen im Weltcup zählt und traf alle fünf Scheiben. Als Zwölfter ging er auf die vierte Runde.
Die besten drei Athleten lagen gemeinsam an der Spitze und taktierten vor dem letzten Schießen, daß die Entscheidung bringen sollte. Fourcade setzte den ersten Schuß, doch Shipulin behielt die Nerven und blieb fehlerfrei, Boe und Fourcade mußten dagegen in die Strafrunde. Der Weg für Shipulin zu seinem zweiten Saisonsieg war somit frei.

Auch Simon Schempp mußte zum Abschluß noch einmal in die Strafrunde und ging auf Rang zehn liegend zurück auf die Strecke.
Während Shipulin vorne locker dem Ziel entgegen lief und über seinen Sieg jubelte, attackierte Fourcade am letzten Anstieg, ries eine Lücke zwischen sich und dem Norweger Johannes Thingnes Boe und  holte sich mit sechs Sekunden Rückstand den zweiten Platz, Sprint-Sieger Boe komplettiert das Podest.

Simon Schempp absolvierte ein gutes Rennen. Auf der Schlußrunde mußte er den Letten Andrejs Rastorgujevs noch an sich vorbei ziehen lassen und belegt als bester Deutscher den elften Rang.

Foto: Andrei Ivanov

Deutsche Herren fehlte etwas das Zielwasser!

Am 30. Geburtstag von Arnd Peiffer fehlte den weiteren deutschen Startern etwas das Zielwasser. Nach Simon Schempp fiel der Schwarzwälder Benedikt Doll mit insgesamt vier Strafrunden vom 11. auf den 18. Rang. Auch bei Geburtstagskind Arnd Peiffer blieben fünf Scheiben stehen, was im Ziel Rang 26 bedeutete. Allein Erik Lesser konnte sich trotz seiner drei Schießfehler von Rang 48 auf 28 vorkämpfen. Für die beiden Joungster Roman Rees und Philipp Nawrath endete das letzte Weltcuprennen der Saison auf den Rängen 48 bzw. 55!

Österreicher mit bärenstarker Mannschaftsleistung!

Eine bärenstarke Mannschaftsleistung zeigte auch das ÖSV-Team. Bester Österreicher wurde der Salzburger Julian Eberhard, der unmittelbar vor seinem Teamkollegen Simon Eder Rang sechs belegte. Beide mussten heute dreimal in die Strafrunde. Dominik Landertinger, der als Vierter ins Rennen gegangen war, vergab mit drei Fehlern beim zweiten Liegendschießen bereits frühzeitig die Chance auf einen Podestplatz. Der Tiroler landete mit insgesamt vier Strafrunden schließlich auf Platz 12.

Foto: Andrei Ivanov

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