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Mittwoch , 26 September 2018

Weißrussischer KGB bestätigt Darya Domracheva als ehemalige Mitarbeiterin

Minsk (Selina Juliana Sauskojus) – Vor wenigen Wochen sorgte Darya Domracheva mit ihrer Schwangerschaft und ihre Beziehung zu Ole Einar Björndalen für Schlagzeilen. Nun veröffentlichte die Sport-Gesellschaft Dynamo Informationen, nach denen Domracheva bis 2014 Leutnantin beim KGB gewesen sein soll. Der Post wurde nach kurzer Zeit gelöscht, KGB-Sprecher Dmitry Pabyarzhin bestätigte die Meldung jedoch wenig später.

Foto: Viessmann-Werke / Darja Domratschewa
Foto: Viessmann-Werke / Darja Domratschewa

Es sind unangenehme Enthüllungen mit denen sich Darya Domracheva derzeit konfrontiert sieht. Am gestrigen Tag veröffentlichte die Sport-Gesellschaft Dynamo, bei der Domracheva Mitglied gewesen war, die Information, nach der die dreimalige Olympia-Siegerin für den KGB gearbeitet habe. Kurze Zeit später war der Post nicht mehr auf der Seite zu finden. Die Informationen seien überholt gewesen, rechtfertigte die Gesellschaft die Löschung. Nichtsdestotrotz ging KGB-Sprecher Pabyarzhin an die Öffentlichkeit und bestätigte, dass Domracheva zwar bis 2014 für den KGB gearbeitet habe, nun aber nicht mehr bei der Behörde angestellt sei.

Der weißrussische KGB gründete sich 1991 aus seinem sowjetischen Vorgänger. Während die Behörde in Russland in FSB („Föderaler Dienst für Sicherheit der Russischen Föderation“) umbenannt wurde, behielt der weißrussische Ableger den alten Namen bei. Die Behörde fungiert als staatlicher Geheimdienst des Landes, untersteht dem Präsidenten und hat seinen Sitz in Minsk. Aufsehen erregte die Behörde vor allem nach ihrem harten Vorgehen gegen Feministinnen und Oppositionelle. Die Gesellschaft Dynamo, der Domracheva zuvor angehört hatte (nicht zu verwechseln mit ihrem Verein Dinamo Minsk)  wurde 1923 gegründet. Die Schirmherrschaft hatte lange Zeit der KGB inne. So gehörte Dynamo, neben der ZSKA, zur Basis des sowjetischen Leistungssports.

Die Enthüllung mag zunächst skandalös klingen, Einzelheiten über die ehemaligen Tätigkeiten der Athleten gibt es jedoch nicht. Bisher gab die 29-jährige jedenfalls keine Stellungnahme in dieser Sache ab.

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