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Freitag , 22 März 2019

Von Pleiten und Pannen im Biathlon

Sturm sorgte in Östersund 2013 für einen Rennabbruch – Foto: Andrei Ivanov

Mitfreuen, mitfühlen, mitweinen – im Biathlon gibt es immer wieder Momente, in denen das Publikum vor Emotionen strotzt. Die Athleten werden die Anstiege hinaufgeschrien, Zehntelsekunden regelmäßig verwünscht und jeder fiebert auf seine Weise mit.

Es gibt jedoch auch Situationen, da könnte man als Zuschauer vor Lachen am Boden liegen – oder sich verzweifelt die Haare raufen. Biathlon-news.de präsentiert: Die besten und verrücktesten Pleiten und Pannen der vergangenen Jahre:

Beginnen wir, bevor es eigentlich richtig angefangen hat – vor dem Start. Ach, was kann man nicht alles vergessen, wenn man aufgeregt auf den Rennbeginn wartet. Den Schießriemen, die Munition – oder gleich das ganze Gewehr –, Skier, Stöcke, Startnummern…oder gleich die eigene Startzeit?

Alles schon passiert. Sehr zum Ärger von Sportlern und Funktionären, da oftmals zur Peinlichkeit an sich noch Zeitstrafen oder Disqualifikationen hinzukommen, die das Rennen für die Betroffenen meist schon beenden, ohne, dass es überhaupt zu sportlichen Leistungen hätte kommen können.

Ist man jedoch ganz regelkonform auf der Strecke unterwegs, kann einem immer noch allerlei passieren: Plötzlich können sich zum Beispiel neue – völlig unbekannte – Streckenverläufe auftun und für Verwirrung sorgen. Da wären Wegweiser oder „Hier entlang!“-schreiende Maskottchen, wie „Bumsi“ aus Antholz (der seinen Namen entgegen aller Hintergedanken von den Schussgeräuschen am Schießstand haben soll), vielleicht nicht schlecht.

Strecken können natürlich auch einfach mal verschwinden, falls es zu unvorhergesagten Schneestürmen oder anderen Wetterkatastrophen kommt. Man siehe nur das Beispiel Südkorea, als bei der WM 2009 durch heftige Regenfälle und Plusgrade vielmehr an Wassersport als an Wintersport zu denken gewesen wäre. Da jedoch keiner der Athleten Surfen – oder Wasserski fahren – wollte, mussten an diesem Tag leider alle daheim bleiben. Eben ein typischer Freitag der 13., bei dem der Sturm auch mit den Arbeitsgeräten der Journalisten sein wildes Spiel trieb.

Nehmen wir jedoch mal an, es ist alles soweit gutgegangen: Man hat die gesamte Ausrüstung dabei, war pünktlich, alle Strecken sind in Ordnung, man hat sich nicht verlaufen und ist nun auf dem besten Weg ein Rennen zu gewinnen. Man kommt als Führender zum letzten Schießen und hat den Sieg als guter Schütze bereits nahezu in der Hand. Da kann doch kaum noch etwas schief gehen, oder? Es kann! Und es ist schon so vielen Athleten passiert: Crossfire (Schüsse auf die falschen Scheiben), die Wahl des falschen Anschlags (liegend statt stehend oder andersrum), Verlust der Patronen, Sichtprobleme, zu viele Rasten gedreht. Man könnte diese Liste vermutlich noch um einige Punkte erweitern – und jeder einzelne wäre ärgerlich. Manchmal wiegt in einem solchen Fall dann gar nicht mehr so schwer, wie viele Fehler es letztendlich sind.

Dennoch es kann in der allgemeinen Verwirrung dann auch noch passieren, dass man zu viele oder zu wenige Strafrunden läuft oder ganz einfach falschherum einbiegt. Auch Zusammenstöße hat es bereits des Öfteren gegeben. Da kann man sich schon fragen: Brauchen wir im Biathlon irgendwann Verkehrszeichen? Oder gäbe es dann noch größere Verwirrungen, bis am Ende keiner mehr durchblickt?

Angesichts all dessen, was in einem Biathlon-Rennen alles schief gehen kann, kann sich doch wirklich jeder Athlet freuen, wenn er das Ziel am Ende gefunden hat. Und umso stolzer darauf sein, was er an Leistungen erbracht hat. Da bleibt dann auch gerne ein Schmunzeln oder zumindest Gelassenheit übrig für all das, was es abseits der Strecke an Pannen gibt: Inkorrekte Nationalflaggen, Flitzer im Wald, kalte Finger, verpasste Termine oder etwas völlig Neues, was man im Biathlon-Zirkus noch nie gesehen hat.

Man bedenke: Im Biathlon kann bis zuletzt ALLES passieren. Und das macht doch letztendlich auch die Spannung und Faszination dieses Sportes aus. Wünschen wir allen Biathletinnen und Biathleten für die kommende Saison viel Glück – sie können es brauchen!

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