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Sonntag , 22 Juli 2018

Siebert arbeitet aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für die Weißrussen!

Klaus Siebert

Minsk (Andreas Raffeiner) – Zu Beginn dieser Woche hat Klaus Siebert das Ende der Arbeit für den weißrussischen Biathlonverband bekanntgegeben. Dabei führte er nicht sportliche, sondern gesundheitliche Gründe an. Cheftrainer Andrian Tsibulskiy wünschte Siebert alles Gute.

Seit 2008 zeichnete sich Siebert als Schießtrainer für die weißrussischen Teams verantwortlich. Der Sachse war auch als Privattrainer von Ricco Groß tätig. Siebert, fast 59-jährig, kämpft seit einigen Jahren gegen seine Krebserkrankung. Ende 2010 zog er sich auch einer Darm-OP unter, auch drei Viertel seiner Leber mussten ihm entfernt werden.

Siebert kämpfte sich trotz mehreren Chemotherapien zurück und gab stets seiner Vorzeigeathletin Darja Domratschewa Rückendeckung. Für sie war der Deutsche nicht nur ein Coach, sondern so etwas wie ein zweiter Vater. Angesichts des angeschlagenen Gesundheitszustandes können diese Worte wie Balsam für die Seele klingen. Auch wenn oft der Krebs besiegt wird, kann er wieder zurückkehren und den gesunden Körper befallen. Zu Beginn des Winters 2013/14 wurde bei Siebert etwas entdeckt. Die betreuenden Ärzte rieten dem Sachsen zu einer erneuten Operation.

Die vier olympischen Medaillen seiner Athletinnen halfen Siebert einen kurzen Moment, innezuhalten. Die Sportlerinnen aus Weißrussland hoffen, dass der Coach wieder ganz gesund wird. Im Grunde genommen ist es fast wie ein Biathlonwettkampf. Immer kämpfen und niemals aufgeben, könnte das Motto heißen. Wir von biathlon-news.de hoffen, dass Klaus Siebert diesen schweren Kampf übersteht und am Ende siegreich ist, so wie wir es in jüngster Vergangenheit von den weißrussischen Skijägern gesehen haben.

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