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Montag , 20 November 2017

Schweizer Schwesterntrio mit Spitzenambitionen – die Gasparins und das „Familiending“ Olympia

Selina, Aita und Elisa Gasparin

Dem aufmerksamen Biathlonfan dürfte wohl nicht entgangen sein, dass der Name Gasparin häufiger im Weltcup vorkommt, da kann man schon einmal durcheinanderkommen, die Teilnahme dreier Schwestern an einer Weltcupstaffel im Dezember 2012 sorgte über die nationalen Grenzen hinaus für Schlagzeilen und der ein oder andere rieb sich verwundert die Augen. Das Kuriose daran: Noch 2007 sagte Selina in einem Interview, dass es wohl kaum eine Gasparin-Staffel geben könne, zumal sie ihre 10 Jahre jüngere Schwester erst zum Biathlonsport überreden müsste. Um Aita mit dem Familienvirus zu infizieren, schenkten Selina und Elisa ihr kurzerhand ein Gewehr zur Firmung, mit Erfolg!

Den meisten Zuschauern sollte Selina Gasparin, die erfahrenste und erfolgreichste der Schwestern, am ehesten bekannt sein, da sie schon vor über einem Jahrzehnt ihr Debüt im Weltcup gab und inzwischen eine feste Größe im Schweizer Biathlonsport ist. Zahlreiche Erfolge konnte sie bereits verbuchen: im Weltcup hat sie einige Podestplätze vorzuweisen, ihr Sieg im Sprint von Hochfilzen 2013 gilt als historisch, da sie als erste Biathletin einen Sieg für die Schweiz einfuhr, als Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere gewann sie bei den Olympischen Spielen in Sotschi die Silbermedaille im Einzelrennen über 15 km, eine Leistung, von der ihre beiden jüngeren Schwestern, Elisa (Weltcupdebüt 2010) und vor allem die 23-jährige Aita, noch träumen dürften, für die es im Weltcup bis dato lediglich für eine Top-Ten-Platzierung reichte und die noch häufiger im IBU Cup Wettkampferfahrung sammelt. Doch das ist sicher nur eine Frage der Zeit, Selina nennt das Projekt Olympia kurz „das Familiending“.

Immer wieder macht das Schwesterntrio jedoch auch durch Sponsoren- und Werbeverträge sowie Fernsehauftritte auf sich aufmerksam, können sich die Schwestern doch auch außerhalb der Skipisten durchaus sehen lassen. Der sportliche Schwesterndreierpack ist aber auch zu schön, um nicht vermarktet zu werden … Unter anderem war Gasparin zusammen mit ihren Schwestern im Fragespiel „Ich oder Du“ des Boulevardmagazins Glanz & Gloria sowie in den Sendungen „Auf! Auf!“ und „Rosige Zeiten“ der Talkshow Aeschbacher zu Gast. Bei genauerer Betrachtung geht es hierbei weniger um Eitelkeiten und Selbstdarstellung der drei attraktiven Biathletinnen, sondern vor allem darum, die Sportart „Biathlon“ (insbesondere in der Schweiz) noch populärer zu machen und Sponsoren zu finden, denn nur so kann die „Gasparin Sisters GmbH“ mittel- und langfristig aufrechterhalten werden. Nicht umsonst gilt Selina Gasparin, ehemals als Langläuferin erfolgreich, seit ihrem Weltcupeinstieg im Jahr 2005 als Pionierin des Biathlonsports in der Schweiz: Sie verschaffte letztendlich einer ganzen Sportart nahezu im Alleingang eine neue Dimension an Aufmerksamkeit, was zu einer gezielten Förderung im Nachwuchsbereich sowie einer stetigen Professionalisierung der Trainingsbedingungen führte.

2016 erfolgte sogar ein Umzug der Schwestern in die Lenzerheide, da die Trainingsbedingungen im Engadin, ihrer Heimat, miserabel waren (u. a. kein fester Schießstand) und sich die Schwestern ihren Privattrainer schlicht nicht mehr leisten konnten. In Lenz hingegen gibt es ein professionelles Biathlonzentrum, das von einem privaten Sponsor finanziert wird und internationalen Standards entspricht. Der ehemalige tschechische Biathlet und Freund von Elisa Gasparin, Martin Janousek, ist zudem seit dem Sommer 2016 als Privattrainer der Schwestern tätig, Familienunternehmen at its best.

Auf frische und authentische Art wird Selinas (Lebens-)Weg zur Silbermedaille in Sotschi auch in ihrer Autobiografie geschildert, die für Biathlonfans ein Muss und unter folgendem Link erhältlich ist: https://www.galaxus.ch/de/s11/product/selina-gasparin-diverse-sachbuecher-de-6620450?supplier=2407325

Wir wünschen den Gasparin-Schwestern, die den Biathlonzirkus durch ihre frische und sympathische Art bereichern, alles Gute und viel Erfolg für die Saison 2017/18 und Olympia in Pyeongchang!

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