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Freitag , 14 Dezember 2018

Russische Staffel triumphiert hauchdünn vor deutschen Herren

(c) by CEPix.de Christian Einecke - Every downloaded picture is fee-liable.
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Antholz (Selina Juliana Sauskojus) – In der Herrenstaffel am heutigen Tag stand das deutsche Quartett in Bestbesetzung am Start. Nach einem fünften Platz in Ruhpolding gab es für die Deutschen noch Platz nach oben – das Podest war die Maßgabe. Und diese wurde mit einer tollen Mannschaftsleistung erfüllt. Am Ende entschied Anton Shipulin das Rennen auf der Ziellinie für die Russen. Die geschwächte norwegische Staffel kam auf Rang 3.

Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp – mit diesen vier Athleten schickte das deutsche Team ihre Besten ins Rennen gegen eine starke Konkurrenz. Doch da boten nur die Russen und die Österreicher ihre Top-Athleten auf. Die Norweger schonten Trajei Boe und Emil Hegle Svendsen, bei den Franzosen setzte Martin Fourcade aus. Eine gute Gelegenheit also für das deutsche Quartett ganz vorne anzugreifen.

Den Anfang machte wie gewöhnlich Erik Lesser. Er musste sich mit den Konkurrenten Maxim Tsvetkov, Sven Grossegger, Ole Einar Bjoerndalen und Simon Fourcade auseinandersetzen.

Beim ersten Schießen herrschten perfekte Bedingungen. Dies zeigte sich auch an den Schießergebnissen. Die ersten neun blieben allesamt fehlerfrei. In Führung ging vorerst der Kanadier Gow, dicht gefolgt vom Slowenen Fak und Erik Lesser.

Auf der zweiten Runde konnte sich Lesser in Führung setzen und bereits eine kleine Lücke zu den Konkurrenten reißen. Am Schießstand konnte er alleine seine Serie starten und behielt auch die Nerven als die Konkurrenten auf die Matten gingen. Als Führender verließ er den Stand, gefolgt vom Esten Rene Zahkna und dem Kasachen Yan Savitskiy.

Erik Lesser preschte den Verfolgern davon in Richtung Ziel. Er wechselte sieben Sekunden vor Fak auf Benedikt Doll. Der Slowene wechselste auf Rok Trsan. Der Italiener de Lorenzi hatte sich auf der Runde vorgearbeitet und wechselte an dritter Position auf Lukas Hofer.

Auf der ersten Runde lief der Hausherr Hofer an Doll vorbei. Hofer setzte beim Liegendschießen den ersten Treffer, doch der Deutsch schoss schneller und ging als erster auf die Strecke zurück. Der ebenso fehlerfreie Hofer folgte fünf Sekunden später. Der Norweger Birkeland kam ebenso ohne Nachlader aus und ging 14 Sekunden nach Doll auf die zweite Runde. Der Russe Garanichev folgte auf Position 4. Dieser zog auf der Runde am Norweger vorbei und riss sogar eine kleine Lücke, während Doll und Hofer die Schleife gemeinsam bestritten.

Beim stehenden Duell warteten beide lange auf den ersten Schuss. Hofer löste die Aufgabe besser als der Deutsche und ging mit einem Nachlader in Führung. Doll benötigte alle Nachlader, ließ am Ende aber doch eine Scheibe stehen und musste in die Strafrunde. Indes klemmte sich Garanichev an Hofers Fersen und auch Lars Helge Birkeland konnte die Norweger wieder bis auf zwölf Sekunden an die Spitze heranbringen. Benedikt Doll kam als achter mit 44 Sekunden Rückstand aus der Strafrunde heraus.

Hofer und Garanichev kamen nahezu zeitgleich zum Wechsel auf Montello und Malyshko. Benjamin Weger hatte den Norweger auf der Strecke geschluckt, bog aber in Richtung Ziel einmal falsch ab. Die Position änderte dies jedoch nicht und er wechselte auf seinen Kollegen Finello. Birkeland wechselte auf Johannes Thingnes Boe. Doll hatte sich noch auf den fünften Rang hervorgearbeitet und gab Arnd Peiffer ein Päckchen von 38 Sekunden mit auf den Weg.

Das Liegendschießen wirbelte das Feld ordentlich durcheinander. Der junge Italiener handelte seiner Staffel zwei Strafrunden ein, auch Malyshko kämpfte und verbrauchte all seine Nachlader. Davon profitierte vor allem Johannes Thingnes Boe. Fehlerfrei setzte er sich in Führung vor dem Schweizer Finello. Malyshko folgte zwanzig Sekunden nach dem Norweger. Arnd Peiffer kam mit einem Nachlader aus und klebte dem Russen an vierter Position an den Skiern, dicht gefolgt von dem Franzosen Desthieux.

Auf der Strecke baute der Norweger seinen Vorsprung aus. Mit einem sensationellen Schießen behielt er seinen Vorsprung bei. Malyshko folgte fehlerfrei 18 Sekunden später. Auch Arnd Peiffer lieferte eine perfekte Serie ab und verließ den Schießstand sechs Sekunden nach dem Russen. Auf die Positionen 4 und 5 setzten sich die Österreicher und die Amerikaner.

Boe wechselte als Erster auf Erlend Bjoentegaard. Malyshko schickte dreißig Sekunden später seinen Kollegen Anton Shipulin, vier Sekunden vor Arnd Peiffer, der Simon Schempp auf die Strecke ließ. Simon Eder wechselte 51 Sekunden nach den Norwegern auf Dominik Landertinger.

Schempp und Shipulin absolvierten ihre erste Runde gemeinsam – es versprach ein erneutes heißes Schlussduell zwischen dem Deutschen und dem Russen zu werden. Dem Norweger kamen die beiden jedoch nicht näher.

Bjoentegaard ließ bei seinem Liegendschießen eine Scheibe stehen. Er benötigte zwei Nachlader um diese zum Fallen zu bringen. Nichtsdestotrotz behielt er die Führung bei. Simon Schempp kam ohne Nachlader aus und folgte dem Norweger sieben Sekunden später. Shipulin benötigte einen Nachlader und verlor acht Sekunden auf Schempp. Dominik Landertinger und Jean-Guillaume Beatrix hielten ihre Staffeln mit jeweils einem Nachlader auf den Rängen 4 und 5.

Auf der Runde schloss Schempp auf Bjoentegaard auf, auch Shipulin machte Sekunde um Sekunde gut. Zu dritt kamen die Konkurrenten an den Schießstand. Bjoentegaard zeigte Nerven und schoss zwei Fehler. Schempp und Shipulin blieben fehlerfrei und verließen gemeinsam das Stadion, um den Sieg in einem ihrer berüchtigten Laufduelle auszufechten. Bjoentegaard folgte zwanzig Sekunden später, ohne Aussicht auf die beiden vorderen Plätze. Allerdings schien er auch nach hinten abgesichert. Er hatte einen Vorsprung von 27 Sekunden auf den Österreicher Landertinger.

Und wie so viele Male sollte sich das Duell auf den letzten Metern entscheiden. Kurz vor dem Ziel wurden die Duellanten von einem überrundeten Athleten behindert, der die Strecke nicht freigemacht hatte (nach dem Rennen wurde Protest eingelegt). Shipulin konnte mehr Schwung auf den Zielsprint mitnehmen und entschied in letzter Sekunde das Rennen für sich. Der Norweger konnte seinen dritten Rang behaupten. Die Österreicher wurden vierte, die Franzosen fünfte.

Für die Biathleten geht es in der kommenden Woche über den großen Teich nach Kanada. Dort geht der Weltcup am 4. Februar in Canmore mit dem Herren-Sprint um 19.15 Uhr weiter.

am 24.01.2016 - Biathlon Antholz Staffel Damen - Südtirol Arena, Antholz, Südtirol - (c) by CEPix.de Christian Einecke - Every downloaded picture is fee-liable.
Südtirol Arena, Antholz, Südtirol – (c) by CEPix.de Christian Einecke – Every downloaded picture is fee-liable.

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