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Samstag , 15 Dezember 2018

Ricco Groß peitscht die Sbornaja nach vorne

Ricco Gross - Foto: RBU via Twitter
Ricco Gross – Foto: RBU via Twitter

Ruhpolding/Moskau (Andreas Raffeiner) – Seit dem Sommer arbeitet Ricco Groß als Biathlon-Nationaltrainer in Russland und betreut die Herren. Der 45-jährige aus Ruhpolding hat in seiner aktiven Karriere vier Olympiasiege erzielt und möchte seine Erfahrungswerte weiter geben. Gross, der sogar seine Arbeit bei der Bundeswehr kündigte, hat schon einige Trainingslager abgespult. Nach einigen Übungseinheiten im Osttiroler Obertilliach folgten ein Lehrgang in Russland und die russischen Meisterschaften. Letztere fanden in Tschaikowski, im äußersten Südwesten der Region Perm statt.

Auch wenn Groß laut Vertrag für drei Jahre ein „Russe“ geworden ist, bleibt für ihn der Lebensmittelpunkt in Ruhpolding. Das primäre Ziel ist es, für die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang 2018 eine gute Mannschaft auf die Beine zu stellen. Ferner möchte Groß sich eines Tages mit Wolfgang Pichler unterhalten. Dieser war als russischer Damentrainer in Amt und Würden.

Doch bevor es nach Südkorea geht, stehen zwei wichtige Großereignisse auf dem Kalender. Im Rahmen der Saison 2015/16 finden die Welttitelkämpfe in Oslo, ein Jahr später in Hochfilzen statt. Bereits hier möchte der Deutsche ein paar positive Ansätze den Athleten beigebracht haben und diese in guten Ergebnissen ablesen können. Auch in der Breite will er das russische Team gut aufstellen. Erfahrungswerte aus der Zeit als Damenbundestrainer im DSV und im IBU-Cup können ihm dabei helfen. Wie hoch der Druck aus Russland ist, weiß derzeit niemand. Groß sieht das ganze sportlich und möchte einfach arbeiten. Der Erfolg wird sich gewiss über kurz oder lang einstellen.

Leider wird der Biathlonzirkus oft von Dopingsünderinnen und -sündern heimgesucht. Groß ist nicht gut auf diese Thematik anzusprechen und betont, dass wenn es jemand geben solle, der betrüge, der aus der Mannschaft fliegen werde. Aber der Deutsche ist hundertprozentig sicher, dass er mit den bisherigen Leistungsträgern wie beispielsweise Anton Schipulin und Alexei Wolkow, aber auch aus den jungen, nach vorne preschenden Skijägern ein geschlossenes und harmonisches, hervorragend abgestimmtes Kollektiv geformt werden kann.

Groß ist auch nicht beleidigt mit dem DSV. Er wurde nach dem eher durchwachsenen Auftritt bei den Olympischen Winterspielen in Russland zurückgestuft. Trotzdem ist er erfolgshungrig. Vielleicht gelingt es ihm, die Sbornaja just zu den Erfolgen zu führen, die ihn auf russischer Erde vor 20 Monaten im Zeichen der fünf Ringe verwehrt geblieben sind.

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