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Dienstag , 17 Juli 2018

Norwegen siegt in der Staffel, Deutschland verpasst Podest

Foto: Andrei Ivanov

Bei erneut guten äußeren Bedingungen, Sonnenschein und wenig Wind, begaben sich die Staffeln aus insgesamt 26 Nationen auf die 7,5-Kilometer-Loipe, die jeder der vier Athleten möglichst schnell und bei jeweils einem Liegend- und einem Stehendschießen möglichst ohne Nachlader absolvieren wollte.

Das gelang dem siegreichen norwegischen Team am besten (0+7), das den zweiten Saisonsieg einfuhr und sich vor Frankreich (0+6) und Russland (0+4) platzieren konnte. Die deutsche Mannschaft wirkte läuferisch müde und leistete sich insgesamt zu viele Nachlader (10) und landete mit dem 4. Rang neben dem Podest.

Zum Rennverlauf im Einzelnen

Der Startläufer der Belgier, Michael Rösch, machte direkt von der Spitze des Feldes viel Druck auf die Konkurrenten und blieb bei einem schnellen ersten Liegendschießen fehlerfrei, wie mit ihm diverse andere Athleten und auch der deutsche Erik Lesser, sodass zunächst eine große Gruppe gemeinsam auf die zweite Runde ging und quasi zeitgleich zum zweiten Schießen im stehenden Anschlag anlief.

Beim Stehendanschlag zeigte Lesser eine seiner brillanten fehlerfreien Schnellfeuereinlagen und konnte somit hinter dem Norweger Lars Helge Birkeland zurück auf seine letzte Laufrunde gehen, während Rösch sich hier zwei Strafrunden einhandelte und seine hervorragende Ausgangsposition somit vergab.

Angefeuert von den vielen euphorischen Fans an der Strecke, konnte sich Lesser an die Spitze setzen und als Erster auf den zweiten DSV-Athleten Benedikt Doll übergeben, der sich vor Tarjei Boe (NOR) und einer kleinen Verfolgergruppe auf seine 7,5 Kilometer begab. Der Norweger setzte jedoch direkt einen Angriff und konnte schnell eine kleine Lücke zu seinen Verfolgern, Doll, Hasilla und Hofer, reißen.

Hofer (ITA) ging als Erster auf die zweite Laufrunde, gefolgt von einer Gruppe mit Tarjei Boe (NOR), Benedikt Doll, Simon Eder (AUT) und Tomas Hasilla (SVK).  Beim Stehendschießen verlor Doll durch drei Nachlader, die Strafrunde konnte er vermeiden, den Anschluss zur Spitze, während Boe vor Eder und Hofer das Feld anführte. Italien wechselte vor Norwegen, Österreich, der Slowakei und Deutschland.

Arnd Peiffer forcierte direkt das Tempo und machte somit Zeit und einen Platz gut. Italien und Norwegen, jetzt mit Svendsen und Windisch besetzt, hielten sich schadlos im Liegendanschlag und übernahmen die Führung vor Martin Fourcade (FRA), Daniel Mesotitsch (AUT) und Peiffer, der einen Nachlader benötigte. Beim Stehendschießen leisteten sich Svendsen und Windisch Nachlader, wovon Fourcade profitierte, der sich nach dem Norweger und vor Windisch einreihte, gefolgt von Peiffer, Babikov und Mesotitsch.  In der Reihenfolge Antonin Guigonnat (FRA), Thierry Chenal (ITA) und Johannes Thingnes Boe (NOR) übernehmen die Schlussläufer. Simon Schempp übernimmt als Vierter mit 45 Sekunden Rückstand aufs Podest.

Doch als Führender kommt der laufstarke Johannes Thingnes Boe (NOR) zum Liegendschießen und zeigte sich mit einer tadellosen Schießeinlage äußerst nervenstark, sodass er Antonin Guigonnat (FRA)  und Thierry Chenal (ITA), die Nachlader brauchten, zunächst auf die Plätze verwies. Simon Schempp erwischte einen schlechten Tag und brauchte direkt zwei Nachlader, was die Hoffnungen aufs Podest quasi im Keim erstickte. Boe schwächelte zwar beim Stehendanschlag, sicherte jedoch trotz zweier Nachlader den Sieg für Norwegen souverän ab, gefolgt vom Franzosen Guigonnat und dem Russen Shipulin, während Schempp volles Risiko gehen musste, jedoch erneut zwei Nachlader benötigte. Die deutsche Mannschaft musste sich somit am Ende mit dem 4. Platz begnügen, gefolgt von Österreich (0+6) und Schweden (0+6).

Foto: Andrei Ivanov

Stimmen zum Rennen

Ein sichtlich erschöpfter Benedikt Doll auf die Frage, ob er zu sehr nachgedacht habe beim Schießen:

Das Nachdenken hatte ich gar nicht, es war total sinnlos, dass ich für den einen drei Nachlader gebraucht habe. Beim letzten habe ich dann mal angefangen zu zielen … Aber ich war ziemlich kaputt, es ging heute nicht gut auf der Strecke.

Simon Schempp, der gefragt wird, ob er sich auch so müde wie seine Mannschaftskollegen gefühlt habe:

Am Schluss war ich ganz schön kaputt, die Strecke ist ziemlich tief. Auf Müdigkeit möchte ich es aber gar nicht schieben, ich war, glaub ich, einfach unkonzentriert beim Schießen.

Emil Hegle Svendsen mit seiner Antwort darauf, wie er diesen Sieg hinsichtlich Olympia einordne:

It is a good feeling before the Olympics, that we are among the best teams. We did a good job today.

Martin Fourcade bzgl. seiner ungewohnten Position in der Staffel  (3. statt Schlussläufer):

It was a team decision and Antonin shows, that he is a good one.

 

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