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Montag , 19 Februar 2018

Luise Kummer und Matthias Dorfer sorgen für erfolgreichen Auftakt bei der EM!

Foto: Andrej Ivanov
Foto: Andrej Ivanov

Tyumen (Carina Borcherding) – Es ist soweit. Mit dem heutigen Wettkampftag begannen im russischen Sibirien die offenen Europameisterschaften im Biathlon. Die russischen Mannschaften zeigten bereits, dass sie sich auf den heimischen Strecken pudelwohl fühlen und dass sie ihrem guten Ruf, zum „inneren Favoritenkreis“ zu gehören, durchaus gerecht werden.

Den Anfang einer viertägigen Wettkampfserie machten pro Nation zwei Athleten – eine Frau und ein Mann – in der jüngsten Biathlondisziplin, der Single-Mixed-Staffel.

Siegen – und damit den ersten EM-Titel 2016 sichern – konnten die Lokalmatadoren, die die Konkurrenz überlegen in den Schnee liefen. Das Team, bestehend aus Victoria Slivko und Anton Babikov, ließ sich zu keinem Zeitpunkt des Rennens vom ersten Platz verdrängen. Am Schießstand bis zum letzten Rennabschnitt komplett fehlerfrei geblieben, brauchte Babikov zwar sowohl im Liegend- als auch im Stehendanschlag zwei Nachlader, doch im Gesamtresümee stimmte die Schießleistung des Teams und legte die Basis für den Erfolg.

Vize-Europameister wurden Luise Kummer und Matthias Dorfer, die für den deutschen Skiverband starten. Mit sieben Nachladern belastet, fehlten ihnen nach einem durchweg positiv verlaufenden Rennen im Ziel 37,9 Sekunden auf das Siegerduo.

Den dritten Rang erkämpfte sich das Team Norwegen. Ingrid Landmark Tandrevold und Vetle Sjastad Christiansen kamen im liegenden Anschlag ganz ohne Nachlader durch, nur stehend wollten insgesamt sechs Extrapatronen gebraucht werden. 52,7 Sekunden trennten die Norweger letztendlich vom Traum der Goldmedaille.

Direkt neben dem Podium auf dem vierten Rang landeten – 1:09,2 Minuten hinter der Spitze – die Schweden Hanna Oeberg und Tobias Arwidson. Wie die Norweger auch, brauchte die Mannschaft in blau-gelb sechs Nachladepatronen, um alle Scheiben weiß werden zu lassen.

Für eine kleine Überraschung sorgten die Kasachen Olga Poltoranina und Alexandr Trifonov, die nach sieben Nachladern mit einem Rückstand von 2:02,5 Minuten auf dem guten fünften Platz ins Ziel kamen.

Die Top 6 komplettierten Barbora Tomesova und Lukas Kristejn aus Tschechien. Trotz dreier Strafrunden und elf benötigter Zusatzschüsse fehlten ihnen nur 1,3 Sekunden auf das Team Kasachstan.

Foto: Andrej Ivanov
Foto: Andrej Ivanov

Deutsche Mixedstaffel verpaßt Bronzemedaille nur knapp!

Ein paar Stunden später war es pünktlich zum zweiten Rennen des Tages gerade dunkel geworden in Tyumen. Also wurde die auszutragende Mixedstaffel zu einem Nachtrennen. Wieder wollten sich die Russen als strahlende Sieger präsentieren. Doch das schien nach einer Strafrunde, die Startläuferin Anastasia Zagoruiko absolvieren musste, schon fast unmöglich. Da rechnete man eher mit den Mannschaften aus Deutschland und der Slowakei, die sich bis zum vorletzten Schießen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg lieferten. Dann patzte Florian Graf, Schlussläufer der Deutschen, und musste gleich dreimal in die 150 Meter lange Extrarunde abbiegen. Martin Otcenas zog davon. Nach hinten sah für den Slowaken alles gesichert aus, doch mit dem letzten Schießen tauchte plötzlich der Russe Evgeny Garanichev auf und eröffnete noch einmal aufs Neue den Titelkampf. Dem starken Schlussläufer der russischen Mannschaft, der zum Weltcuprepertoire gehört, konnte Otcenas lange standhalten, doch am Ende verlor er den ersten Platz um wahnsinnig knappe 0,1 Sekunden auf dem Zielstrich. Somit gewannen Anastasia Zagoruiko, Olga Iakushova, Matvey Eliseev und Evgeny Garanichev, die insgesamt neun Nachlader zusätzlich zur Strafrunde zu Buche stehen hatten, vor den Slowaken Paulina Fialkova, Jana Gerekova, Matej Kazar und Martin Otcenas. Florian Graf musste auf der Schlussrunde Norwegen ziehen lassen, die damit auf den noch freien Podiumsplatz springen konnten. Sigrid Bilstad Neraasen, Bente Landheim, Henrik L’Abee-Lund und Haavard Bogeveit brauchten am Schießstand zwölf Nachlader und kamen 1:04,1 Minuten nach den Siegern ins Ziel. Deutschland wurde letztendlich mit sieben Nachladern zusätzlich zu den drei Strafrunden 9,6 Sekunden hinter Norwegen undankbarer Viertplatzierter. Doch natürlich gab es auch Höhepunkte für diese Mannschaft in diesem Rennen. Nadine Horchler und ihre Schwester Karolin können sich mit Teamkollegen Matthias Bischl über sein Liegendschießen freuen. So sicher seine Schüsse das Ziel fanden, so sicher war ihm auch eine sensationell schnelle Schießzeit. Vielleicht kann dann auch Florian Graf darüber seine eigenen Fehler am Schießstand schnell abhaken und zuversichtlich auf die nächsten Rennen schauen.

Platz Fünf in der heutigen Mixedstaffel belegten mit 2:28,8 Minuten Rückstand die Bulgaren Emilia Yordanova, Desislava Stoyanova, Vladimir Iliev und Krasimir Anev mit einer Strafrunde und neun Nachladern.

Das französische Team (Chloe Chevalier, Marine Bolliet, Fabien Claude und Antonin Guigonnat) wurde trotz der gleichen Nachlader- und Strafrundenbilanz wie die bulgarische Mannschaft Sechster(Rückstand auf Platz Fünf: 32,5 Sekunden).

Morgen stehen dann die EM-Sprintrennen auf dem Programm. Allen teilnehmenden Athleten und Athletinnen sei an dieser Stelle viel Erfolg gewünscht!

Foto: Andrej Ivanov
Foto: Andrej Ivanov

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