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Montag , 23 April 2018

Katharina Innerhofer: Jeder Schuss ein Treffer für die Österreicherin!

Kathi Innerhofer (AUT) – Foto: Gerald Sonnberger/ÖSV

Salzburg (Andreas Raffeiner) – Sie ist jung, fesch und erfolgreich. Dieser Satz trifft auf die österreichische Biathletin Katharina „Kathi“ Innerhofer zu. Die ÖSV-Skijägerin kam am 17. Januar 1991 auf die Welt und gab ihr internationales Debüt 2010 bei der Junioren-WM in Torbsy. Hier erreichte sie den 41. Platz im Einzel- und den 32. Rang im Sprintbewerb. In der Verfolgung wurde sie 29., ehe sie abschließend mit der Staffel den zwölften Schlussrang belegte.

Auch im IBU-Cup war sie auf Anhieb erfolgreich. In der Weltcupstaffel 2011 in Oberhof belegte sie gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Ramona Düringer, Kerstin Muschet und Romana Schrempf den 14. Platz. Im gleichen Jahr ging sie erneut bei der Junioren-WM an den Start. Im mährischen Nové Mesto erreichte Innerhofer die Plätze 15, 37 und 26. Besonders gut verlief ihr Einsatz mit der Staffel im gleichen Winter im Rahmen der Biathlon-EM im Südtiroler Ridnaun. Hier schaute der fünfte Platz heraus.

Bei der WM im russischen Chanty-Mansijsk kam die zweifache österreichische Meisterin als Ersatzläuferin zu keinem Einsatz. Am 6. März 2014 schrieb die Salzburgerin österreichische Wintersportgeschichte. Im Weltcup siegte sie im Sprintbewerb in Pokljuka vor der Russin Daria Virolaynen und der Weißrussin Nadezhda Skardino.

Noch nie war es einer rot-weiß-roten Skijägerin gelungen, ein Biathlonrennen auf allerhöchstem Niveau für sich zu entscheiden. Auch in der Verfolgung zeigte sich die Österreicherin von ihrer besten Seite und konnte mit dem siebten Rang durchaus zufrieden sein. Höchst motiviert geht Innerhofer in die neue Saison. Biathlon-news.de hat sich mit der sympathischen Skijägerin kurz abseits der Langlaufloipe und des Schießstandes zu einem kleinen Gespräch getroffen.

biathlon-news.de: „Katharina, spätestens seit dem 6. März 2014 bist du im österreichischen Damenbiathlon die unangefochtene Nummer eins. Könntest du uns bitte noch einmal deine Gefühlsmomente beim Sprintsieg in Pokljuka beschreiben?“

Katharina Innerhofer: „Es kam total unerwartet, alles ging so schnell. An diesem Tag hatte ich keine Zeit zum Nachdenken. Nach dem Rennen war ich für den restlichen Tag im Stress. Interviews und Telefonate am laufenden Band. Erst am Abend beim Auslaufen begann ich das Geleistete zu realisieren.“

biathlon-news.de: „Blicken wir noch etwas weiter zurück: Wann bist du zum Biathlon gekommen, und sein wann bist du dieser Sportart gekommen, zumal du ja vorher klassisch und skatend als Langläuferin tätig warst…“

Katharina Innerhofer: „Ab der dritten Hauptschule habe ich die Sportart Biathlon für mich entdeckt. Ich habe von Beginn an Biathlon betrieben und war gleich vom Schießen begeistert.“

biathlon-news.de: „Und schon sind wir wieder in der Gegenwart bzw. in der nahen Zukunft: Welche Lehren und Hoffnungen ziehst du aus der letzten, doch erfolgreichen Saison im Hinblick auf den Winter 2014/15, der mit den Welttitelkämpfen im finnischen Kontiolahti seinen Höhepunkt hat?“

Katharina Innerhofer: „Meine Lehren aus diesem Winter: Ich muss bis zum letzten Schuss top konzentriert sein. Vielleicht war ich das eine oder andere Mal etwas zu hastig. Durch den Sieg in Pokljuka habe ich gesehen, dass alles möglich ist. Für diese Saison erhoffe ich mir Top-10- Platzierungen.“

biathlon-news.de: „Auch wenn der diesjährige Sommer ‚etwas scheu bis unsicher‘ war, auf welche Trainingseinheiten und -methoden hast du in der warmen Jahreszeit einen außerordentlichen Wert gelegt?“

Katharina Innerhofer: „Ich blieb meinem Trainingssystem der letzten Jahre treu, da es sich bestätigt hat. Läuferisch hatte ich eine ausgesprochen gute Saison.“

biathlon-news.de: „Katharina Innerhofer in der Selbstkritik: Welche Schwächen und Stärken hast du, und welche Schwächen möchtest du eines Tages, bzw. im Laufe deiner noch hoffentlich lang andauernden Karriere in Stärken umwandeln?“

Katharina Innerhofer: „Hin und wieder schwächelte ich beim Stehendanschlag, woran zum Teil die Konzentration Schuld war. Dies versuche ich natürlich zu verbessern. Zum meinen Stärken zählen sicherlich das Laufen und der Liegendanschlag.“

Foto: Gerald Sonnberger/ÖSV

biathlon-news.de: „Darf man als Sportlerin während eines Wettkampfes in der Loipe oder am Schießstand nachdenken? Oder ist man dann – rein sportpsychologisch gesehen – schon auf verlorenem Posten?“

Katharina Innerhofer: „Großes Nachdenken ist nicht möglich, jedoch muss man sich speziell beim Laufen über die Renntaktik im Klaren sein. Beim Schießen wird das Erlernte umgesetzt, Gedanken sind hier fehl am Platz. Dafür fehlt einfach die Zeit.“

biathlon-news.de: „Du bist eine Biathletin, die im März 2014 rot-weiß-rote Wintersportgeschichte geschrieben hat. Gibt es auch eine andere Sportart, die du gerne ausüben würdest, wenn du dich nicht für diese nordischen Disziplinen entschieden hättest?“

Katharina Innerhofer: „Ja, Ja! Ich würde gerne eine Rennfahrerin sein! Am liebsten in der Formel 1. Jetzt bin ich begeisterte Go-Kart Pilotin.“ (lacht)

biathlon-news.de: „Als Profisportlerin hat man erfahrungsgemäß wenig Freizeit. Hast du überhaupt ein Hobby, das du gerne pflegst, sofern es die Zeit zu lässt. Oder ist der Biathlonsport ein „klassischer Vollzeitjob“, der sich über das ganze Jahr erstreckt?“

Katharina Innerhofer: „Für mich ist Biathlon ein Vollzeitjob. Ein spezielles Hobby, dem ich besonders viel Zeit widme oder widmen kann, habe ich nicht.“

biathlon-news.de: „Einige Skijägerinnen sind teamorientiert, andere etwas egoistisch oder gar egozentrisch. Katharina, gibt es abseits der sportlichen Wettkämpfe und Trainings in der Loipe und am Schießstand eine richtig gute Freundin im Biathlonzirkus, von der du behaupten kannst, sie wäre jemand, mit der man ‚Pferde stehlen kann‘?“

Katharina Innerhofer: „Ich liebe den Zusammenhalt in unserem Team. Bei uns ist immer was los. Wir haben eine Menge Spaß miteinander, auch außerhalb des Trainings. Im Biathlonzirkus verstehe ich mich besonders gut mit der finnischen Athletin Mari Laukkanen.“

biathlon-news.de: „Ende November/Anfang Dezember beginnt in Östersund die neue Saison. Was machst du in diesen letzten Wochen, bevor in Mittelschweden der Startschuss in den neuen Biathlonwinter fällt?“

Katharina Innerhofer: „Den letzten Feinschliff holen wir uns in Norwegen bei einem 14-tägigen Trainingskurs. Nach einer kurzen Verschnaufpause zu Hause geht es dann zum Weltcupauftakt.“

biathlon-news.de: „Abseits der Szene bestichst du neben deinem äußerst ansteckenden und gewinnenden Lächeln sowohl durch eine ordentliche Portion Charisma als auch eine sympathische Lebensart. Hast du dir nie gedacht, auch einmal als Model (für Biathlon-Mode?) ein wenig zu jobben?“

Katharina Innerhofer: „Darüber habe ich mir bis jetzt noch keine Gedanken gemacht.“ (lacht)

biathlon-news.de: „Abschließend bleibt die Frage nach dem Motto, das dir ein Betreuer, eine Mannschaftskollegin oder ein Familienmitglied mit auf dem Weg gegeben hat, von dem du bis zum gegenwärtigen Tag noch profitierst…“

Katharina Innerhofer: „Ich habe kein spezielles Motto!“

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