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Samstag , 15 Dezember 2018

Johannes Boe gewinnt Massenstart in Ruhpolding, drei Deutsche mit Top-Ten-Platzierungen

Foto: Andrei Ivanov

Vor einer ausverkauften Chiemgau Arena mit 25.000 Zuschauern präsentierten sich heute zum Abschluss in Ruhpolding noch einmal die besten 30 Athlet(inn)en des Weltcups im direkten Vergleich beim Massenstart, einem schießlastigen Wettbewerb mit jeweils zwei Liegend- und zwei Stehendanschlägen.

Als Favoriten bei den Herren gingen hier sicherlich die Dominatoren des bisherigen Winters mit jeweils fünf Siegen, Johannes Thingnes Boe (NOR) und Martin Fourcade (FRA), auf die 15-Kilometer-Strecke, und wurden am Ende dieser Rolle gerecht. Auch die deutschen Athleten (mit 6 Startern), die sich bislang hier noch deutlich unter Wert verkauft hatten, nahmen sich für dieses abschließende Rennen vor heimischer Kulisse noch einmal viel vor und präsentierten sich insgesamt stark (3 in den Top Ten).

Beim ersten Liegendanschlag konnten Schempp, Doll, Lesser und Rees fehlerfrei bleiben und somit den Anschluss an die Spitze, Simon Desthieux, A. Rastorgujevs (LAT) und Martin Fourcade, halten, während sich Arnd Peiffer einen Fehler leistete und zunächst auf den 25. Rang zurückfiel. Auch bei der zweiten Liegendeinlage gaben sich die Deutschen keine Blöße, Lesser demonstrierte mit einer Schnellfeuereinlage Nervenstärke, was mit fünf Treffern belohnt wurde, auch Schempp, Rees und Kühn brachten alle Schüsse ins Ziel; in den vorderen Positionen eins und zwei vor dem ersten Stehendanschlag nun die Favoriten Fourcade und Thingnes Boe, gefolgt von Schempp, Tarjei Boe und Fredrik Lindström (SWE).

Beim Stehendschießen zeigten die deutschen Herren ihre Qualitäten, lediglich Johannes Kühn musste in die Strafrunde, sodass Johannes T. Boe vor Simon Schempp und Tarjei Boe das Klassement anführte, während sich Fourcade zwei Strafrunden einhandelte und erst als 15. zurück auf die Strecke kam. Boe attackierte auf der Strecke, forcierte das Tempo, sodass er schnell eine Lücke zu den Verfolgern reißen konnte, jedoch beim zweiten stehenden Anschlag einen Schuss verfehlte, wie auch sein direkter Verfolger Schempp, wovon drei Franzosen profitierten, namentlich Antonin Guigonnat (der sich bereits sehr stark in der Staffel gezeigt hatte und alle 20 Schüsse ins Ziel brachte), Quentin Fillon Maillet und Martin Fourcade. Dennoch konnte Johannes Boe, der eine herausragende Leistung zeigte, als Führender zurück auf die Strecke gehen, gefolgt von oben genannten Franzosen, die die Podesplätze unter sich ausmachen würden, und Simon Schempp auf Rang 5, der auf der Schlussrunde noch den Norweger Tarjei Boe ziehen lassen musste (am Ende 5. ) und als bester Deutscher den sechsten Rang eroberte. Fourcade gab sich noch einmal, typisch für ihn, kraftvoll und kämpferisch – er ließ sich den zweiten Platz nicht mehr nehmen (+ 4,5 s). Auf den Rängen drei und vier reihten sich die Franzosen Antonin Guigonnat, der die erste Podestplatzierung seiner Karriere absichern konnte (+ 8,4 s ), und Quentin Fillon Maillet ein.

Foto: Andrei Ivanov

Insgesamt konnten die Deutschen in diesem Rennen am Schießstand weitestgehend überzeugen und positiv hervorzuheben ist, dass  sich drei deutsche Athleten sich in den Top Ten platzieren konnten und somit eine ansteigende Formkurve offenbarten: Arnd Peiffer belegte den 7. Rang (1 Fehler), Benedikt Doll, der im Stehendanschlag, oftmals seine Wackeldisziplin, heute fehlerfrei durchkam den 9. Platz (ingesamt 1 Fehler). Roman Rees überzeugte erneut mit nur einem Fehler und Rang 13. Erik Lesser, der einen guten Wettkampf ablieferte und bis zum letzten Anschlag noch sehr aussichtsreich im Rennen lag, verfehlte beim letzten Anschlag noch einmal zwei Scheiben und wurde 18. Für Johannes Kühn waren drei Schießfehler zu viel und er musste sich letztendlich mit dem 25. Platz begnügen.

Stimmen zum Rennen

Simon Schempp bzgl. des letzten Schießens und der etwaigen Ablenkung durch Johannes Boe:

Ich wollte heute einfach mal wieder gut schießen. Ich war sicherlich nicht der Schnellste am Schießstand […] da war mir der Johannes relativ egal […]. Ich bin mit einem Fehler durchgekommen und damit sehr zufrieden. Die Stimmung ist gigantisch, ausverkauftes Haus, es macht unheimlich viel Spaß hier vor Heimpublikum zu laufen.

Roman Rees zu seinem ersten Massenstartrennen im Weltcup:

Es war sehr gut, habe mich gut gefühlt, das habe ich taktisch gut gelöst.  Habe gemerkt, da geht etwas, ich komme vorne mit, bin aber mit dem einen hinten raus dennoch zufrieden.

Antonin Guigonnat (FRA) auf die Frage, wie er sich jetzt fühle und ob er Druck verspürt habe:

It feels really great. I enjoy to be on the podium, it is very good for me. I did not feel much pressure […] I just do my job, that’s it. Today we could show, that we have four guys really interesting for the relay, I think, we can challenge the Norwegians.

 

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