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Montag , 16 September 2019

Interview mit Michael Greis

Seit der Saison 2018/2019 ist Michael Greis zurück im Biathlon-Weltcup. Als Cheftrainer der US-Männermannschaft steht er jetzt hinter dem Fernglas am Schießstand. Der dreifache Goldmedaillengewinner von Turin leistet in den USA Aufbauarbeit, denn Biathlon hat dort längst nicht den Bekanntheitsgrad, wie in Europa. Im Interview spricht er über seine neue Herausforderung.

Michael Greis ist Cheftrainer der US-Herrenmannschaft – Foto: Lisa Gerth

Wie ist es wieder im Weltcup dabei zu sein?

Es ist interessant. Mir macht es Spaß. Wir haben ein junges Team und sind überall gefordert.

Warum sind Sie Trainer der US-Männer-Nationalmannschaft geworden?

Ich kenne den Teammanager, Bernd Eisenbichler, schon seit längerer Zeit. Er hat mit mir Kontakt aufgenommen, als er gehört hat, dass ich als Nachwuchstrainer in der Schweiz aufhöre. Die ersten Gespräche waren dann während der Olympischen Spiele in Pyeongchang. Im Mai 2018 habe ich dann als Trainer angefangen.

Gab es vom Deutschen Skiverband auch Interesse?

Im Vorfeld der Saison hat der DSV im Nachwuchsbereich einen Trainer gesucht, da habe ich mit den Verantwortlichen gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch schon in festen Verhandlungen mit dem amerikanischen Team.

Welche Herausforderungen gibt es mit dem jungen Team in einer kleinen Biathlonnation wie den USA?

Es ist gut, dass Tim Burke und Lowell Bailey, die ihre Karriere im letzten Jahr beendet haben, dem Biathlonsport weiter erhalten bleiben und sich im Nachwuchsbereich engagieren. Gerade dort hat das US-Team großen Nachholebedarf. Ich versuche das Team zu formen, gerade die jungen Atheten, die spät mit Biathlon angefangen haben. Unser Ziel ist es, eine konkurrenzfähige Staffel zu stellen und das besonders mit Blick auf die nächsten vier Jahre und die Olympischen Spiele 2022 in Peking.

Wie oft sind Sie selbst in den USA?

Ich bin ungefähr 5-6 Mal im Jahr in Amerika. Es gibt aber auch Trainingseinheiten, die in Deutschland stattfinden. Der Job ist aber ganz klar mit Reisestress verbunden.

Welche Ziele hat sich ihr Team für diese Saison gesteckt?

Wir wollen den 13. Platz im Nationencup halten, denn dann haben wir weiterhin vier Startplätze im Weltcup. Wenn ein Athlet aus dem Team ausfällt, wird das aber sehr schwer. Im Weltcup bin ich froh, wenn Sean Doherty oder Leif Nordgren im Bereich der besten 30-40 sind. Ich hoffe natürlich, dass es einer der Athleten unter die Top 15 schafft.

Wie lange läuft dein Vertrag?

Mein Vertrag läuft für eine Saison. Danach wird es wieder Gespräche und Analysen geben, ob es für mich als Cheftrainer weitergeht oder nicht.

Was erwarten Sie vom neuen IBU-Präsident Olle Dahlin?

Die Neuerung hat der Internationalen Biathlon Union und dem Biathlonsport meiner Meinung nach gut getan. Es war der richtige Schritt. Ich erwarte, dass sich die IBU nun besser in der Öffentlichkeit präsentiert und mit dem Dopingthema aufrichtig umgeht.

 

 

Michael Greis beobachtet die Schießeinlage seiner Athleten – Foto: Lisa Gerth

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