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Donnerstag , 16 August 2018

Im Ziel – diese Biathleten beenden ihre Karriere

Das Ende einer Olympiasaison bedeutet Veränderung. Viele bekannte Gesichter beenden ihre Karriere, nachdem sie die olympischen Spiele als letzten Höhepunkt der sportlichen Laufbahn erlebt haben. Auch nach dieser Saison sagen viele Biathlongrößen „Tschüss“.

Marie Dorin-Habert geht als Olympiasiegerin von Pyeongchang. Die 31-Jährige Französin hat sich schon vor der Saison entschieden, dem Biathlonsport nach den olympischen Spielen den Rücken zu kehren. Seit 2007 gehörte sie zum Weltcupkader der Franzosen. Sie gewann vier Medaillen bei Olympia (1x Gold, 1x Silber, 2x Bronze) und 17 Medaillen bei Weltmeisterschaften. Die beiden erfolgreichsten Jahre ihrer Sportlerlaufbahn waren sicher 2015 und 2016. Nach der Geburt ihrer Tochter Adele im September 2014 gewann sie bei der Weltmeisterschaft in Kontiolahti 2015 erstmals eine Goldmedaille. Insgesamt vier Medaillen brachte sie aus Finnland mit. Ein Jahr später zur WM in Oslo gewann sie in jedem Rennen eine Medaille. Gold im Einzel, Massenstart und mit der Mixed-Staffel, dazu Silber in Sprint und mit der Staffel und Bronze in der Verfolgung. Der Höhepunkt in der Karriere von Marie Dorin-Habert. Im Weltcup stand sie 14 mal auf dem höchsten Treppchen. „Mein Körper sagt mir, dass es jetzt genug ist.“, sagt sie in einem Interview mit der ARD. Die neue Herausforderung wartet in Grenoble auf Marie Dorin-Habert und ihren Mann Lois Habert. Zusammen bauen sie dort ein Sporthotel.

Marie Dorin-Habert (FRA) – Foto: Andrei Ivanov

Auch im französischen Männerteam gibt es einen Rücktritt zu verbuchen. Jean-Guillaume Béatrix beendet seine Karriere ebenfalls. Er war immer ein wichtiger Teil in den französischen Staffeln und gewann mit seinem Team fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften. Bei den olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 erkämpfte er sich die Bronzemedaille in der Verfolgung. Seinen letzten Wettkampf bestritt er beim IBU-Cup in Khanty-Mansisk. Jean-Guillaume Béatrix war aber nicht nur beim Biathlon sehr talentiert. Er spielt auch leidenschaftlich gern Gitarre.

Jean-Guillaume Béatrix (FRA)

Lowell Bailey und Tim Burke werden ein Loch im Team der Amerikaner hinterlassen. Die beiden haben den Biathlonsport in den USA über Jahre geprägt und die ersten Erfolge für ihr Land im Biathlonsport gefeiert. Tim Burke war der erste Amerikaner, der die Führung im Gesamtweltcup übernahm. Im Dezember 2009 trug er das gelbe Trikot. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 2013 in Nove-Mesto im 20-Kilometer-Einzelrennen. Mit seiner Frau Andrea Henkel wohnt er in Lake Placid. Lowell Bailey überraschte 2017 in Hochfilzen mit seinem Sieg im Einzelrennen. Es war sein erster Sieg überhaupt und dann gleich zu einer Weltmeisterschaft. Er wird in den Geschichtsbüchern damit immer als erster Amerikaner genannt werden, der im Biathlon eine Goldmedaille gewann. Nach seinem letzten Rennen am Holmenkollen in Oslo sagte er, er freue sich darauf nach 20 Jahren wieder „Thanksgiving“ bei seiner Familie in den USA verbringen zu können.

Lowell Bailey (USA) – Foto: Karl-Heinz Merl, TV-Sport.de
Tim Burke (USA) – Foto: Andrei Ivanov

 

Weronika Nowakowska-Ziemniak war im Biathlonweltcup eher unscheinbar. Die große Stunde der Polin schlug zur Weltmeisterschaft im finnischen Kontiolahti 2015. Dort gewann sie die Silbermedaille im Sprint und einen Tag später die Bronzemedaille in der Verfolgung. Nach der Geburt ihrer Zwillinge gab sie zur Saison 2017/2018 ihr Comeback mit dem Ziel bei Olympia an den Start zu gehen. Nun ist auch für sie Schluss mit Biathlon. Die Wettkämpfe in Tyumen bilden den Abschluss ihrer Karriere, die 2007 mit einem Sprint in Hochfilzen begann.

Weronika Nowakowska-Ziemniak (POL) – Foto: Andrei Ivanov

Auch Jaroslav Soukup sagt „Tschüss“ oder besser „Sbohem“. Der Tscheche war über Jahre wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft. Auf seinen ersten Triumph musste er allerdings acht Jahre warten. Seine erste Medaille gewann er bei der Weltmeisterschaft in Ruhpolding 2012 im Einzel (Bronze). Bei Olympia in Sotschi 2014 brachte er gleich zwei Medaillen mit nach Hause. Im Sprint wurde er Dritter und mit der Mixed-Staffel Zweiter.

 

Für Florian Graf ist nach dieser Saison ebenfalls Schluss. Er kämpfte während seiner gesamten Karriere immer wieder um einen Platz im deutschen Weltcupteam. Seine beste Saison war die 2011/2012. Dort gelangen ihm gute Resultate im Weltcup und so sicherte er sich einen Start bei der Heimweltmeisterschaft in Ruhpolding. Im letzten Saisonrennen erreichte er im Massenstart von Khanty-Mansisk den fünften Platz. Dieses Ergebnis konnte er 2012 im Sprint von Östersund sogar noch verbessern (4. Platz). Erfolge feierte Florian Graf im IBU-Cup. 2015 gewann er den IBU-Gesamtweltcup. Nach seinem letzten Rennen in Khanty-Mansisk sagte er: „Ich beende meine Biathlonkarriere und bin sehr froh, dass mir mit dem dritten Platz heute nochmal ein sehr gutes Rennen gelungen ist.“

Florian Graf (GER) – Foto: Andrei Ivanov

Außerdem werden Hilde Fenne (NOR), Julia Ransom (CAN), Megan Tandy (CAN), Veronika Zvaricova (CZE), Sophie Hopkins (GBR), Anja Erzen (SLO) und Olga Lakuschova (RUS) in der nächsten Saison nicht mehr als Biathletinnen im Weltcup unterwegs sein.

Mit Spannung wird die Entscheidung von Anastasiya Kuzmina erwartet. Sie äußerte schon während der Saison Gedanken zu einem möglichen Rüchtritt, will sich aber erst nach der Saison endgültig entscheiden. Die Zukunft von Ole Einar Björndalen ist auch weiter offen.

Die Redaktion von Biathlon-News.de wünscht den „Biathlonrentnern“ alles Gute für die Zukunft. Wir sind schon gespannt, welche neuen Gesichter uns in der Saison 2018/2018 überraschen werden.

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