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Montag , 19 Februar 2018

Gabriela Koukalova sichert sich zweiten Sieg in Oberhof

Foto: Karl-Heinz Merl, Biathlon-News.de
Foto: www.weltcup-oberhof.de

Theresa Fasching (Oberhof) – Beinahe hätte Gabriela Koukalova in Oberhof alles abgeräumt, lediglich im gestrigen Verfolger erreichte sie „nur“ den zweiten Platz. Bei guten Bedingungen wurden im heutigen Massenstart der Damen überraschend viele Fehler geschossen, sodass für die einzigen zwei fehlerfreien Schützinnen ein Platz auf dem Podest wartete.

Zum Massenstart traten mit der zurückgekehrten Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz und Maren Hammerschmidt vier deutsche Athletinnen an, während Franziska Preuß weiterhin krankheitsbedingt pausierte. Für Österreich war Lisa Theresa Hauser und für die Schweiz Lena Häcki und Selina Gasparin startberechtigt.

Laura Dahlmeier startete ungewohnt ohne gelbem Trikot in den Massenstart, denn durch ihre Pause von zwei Rennen wurde sie sowohl von Gabriela Koukalova (CZE) als auch Kaisa Mäkäräinen (FIN) in der Gesamtwertung überholt und lief dieses Rennen somit mit der Startnummer 3.

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Ebenso ungewohnt für einen Massenstart setzte sich die Finnin bereits in der ersten Runde vom restlichen Feld ab. Prompt schoss sie beim ersten liegenden Anschlag vier Strafrunden und fiel weit zurück. Insgesamt 18 Athletinnen verließen den Schießstand fehlerfrei, der Russin Tatiana Akimova gelang dies als erste. Gemeinsam mit Franziska Hildebrand, Laura Dahlmeier und Gabriela Koukalova führte sie das Feld an.

In dieser zweiten Runde avancierte die Österreicherin Lisa Hauser schließlich zum Pechvogel der gesamten Oberhof-Woche. Nach überstandener Krankheit belegte sie im Sprint nur den 62. Platz, verpasste dadurch die Verfolgung und nun nahm das Unglück weiterhin seinen Lauf. Zunächst überließ sie in einer fairen Geste Vanessa Hinz ihren Stock, nur kurz darauf stürzte sie auf ihr Gewehr und musste mit der Reservewaffe antreten. Nach zwei Schießeinlagen und einem Rückstand von über vier Minuten beendete sie schließlich frühzeitig das Rennen.

Vorne aber ging es Schlag auf Schlag weiter. Eine Reihe von Athletinnen absolvierte auch das zweite Liegendschießen fehlerfrei, sodass Koukalova gemeinsam mit Dahlmeier und der US-Amerikanerin Susan Dunklee den Schießstand verließ. Dahinter folgten Tatiana Akimova und die Schweizerin Selina Gasparin.

Nach dem dritten Schießen aber trennte sich schließlich die Spreu vom Weizen. Susan Dunklee und Laura Dahlmeier passierte dabei jeweils eine Strafrunde, Gabriela Koukalova schoss langsam, aber kontrolliert und blieb wiederum fehlerfrei. Sie verließ den Schießstand mit 25 Sekunden Vorsprung auf die erste Verfolgergruppe bestehend aus Hildebrand, Dahlmeier und ihrer Landsfrau Eva Puskarcikova. Knapp dahinter folgte die nächste Gruppe mit Susan Dunklee, Galina Vishnevskaya (KAZ) und Selina Gasparin.

Auf dem Weg zum letzten Stehendschießen setzte sich Laura Dahlmeier noch von ihren Konkurrentinnen ab. Die Flucht nach vorne aber wurde nicht von Erfolg gekrönt. Als sie am Schießstand ankam, verabschiedete sich Gabriela Koukalova bereits mit fünf weiteren Volltreffern. Nachdem auch hinter Dahlmeier Fehler geschossen wurden, ergab sich schließlich ein völlig gegensätzliches Bild zum Herrenrennen nur zwei Stunden zuvor: Alle drei Damen auf Podestkurs konnten ihre Schlussrunde mit komfortablem Abstand sowohl nach vorne als auch nach hinten beenden. Erst 30 Sekunden nach Rang 3 verließ Franziska Hildebrand gemeinsam mit Galina Vishnevskaya und der Ukrainerin Yulia Dzhima den Schießplatz.

Gabriela Koukalova (CZE) - Foto: Andrei Ivanov
Gabriela Koukalova (CZE) – Foto: Andrei Ivanov

Gabriela Koukalova genoss ihre Schlussrunde in vollen Zügen. Im Stadion klatschte sie noch mit ihren Betreuern ab und „ruderte“ schließlich wie ein venezianischer Gondoliere über die Ziellinie. Den dritten Podestplatz und zweiten Sieg in Oberhof  hatte sie sich mit 20 Volltreffern redlich verdient.

Mit einer halben Minute Rückstand kam schließlich unter den Anfeuerungen des heimischen Publikums Laura Dahlmeier ins Ziel. Nur ein einziger Fehlschuss und eine hervorragende Laufleistung sicherten ihr diesen Platz. Überraschend aber verdient ging auch der dritte Platz auf dem Podest nach Tschechien: Neben der Siegerin blieb Eva Puskarcikova nämlich als einzige des Feldes am Schießstand fehlerfrei.

Auf Rang vier folgte mit Galina Vishnevskaya eine kleine Sensation. Sie und die fünftplatzierte Yulia Dzhima überholten auf der Schlussrunde noch Franziska Hildebrand. Für die Kasachin Vishnevskaya bedeutete dies ihr absolutes Karrierehighlight, war doch bislang ihre beste Platzierung im Weltcup ein neunter Platz. Die weiteren Deutschen kamen auf den Plätzen 6 (Hildebrand), 20 (Hammerschmidt) und 21 (Hinz) ins Ziel.

Auffallend waren die vielen Schießfehler in diesem Rennen, sodass viele große Namen weit zurückfielen. Dorothea Wierer (ITA) verfehlte viermal, Kaisa Mäkäräinen (FIN) und Marie Dorin-Habert (FRA) gleich siebenmal. Überhaupt war Frankreich in diesem Rennen die geschlagene Nation, denn mit dieser hohen Anzahl an Schussfehlern erreichte Dorin-Habert mit Rang 14 immer noch das beste Ergebnis für ihr Land. Lange Zeit beteiligte sich Selina Gasparin am Kampf um die Spitzenplätze, ihre einzige Strafrunde beim letzten Stehendschießen ließ die Schweizerin allerdings auf Rang 7 zurückfallen.

Mit drei Podestplätzen am letzten Tag reist der DSV vom ersten Heim-Weltcup ab und macht sich auf den Weg zur nächsten Station im bayrischen Ruhpolding. Dort geht es am Mittwoch mit der Staffel der Herren weiter.

 

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