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Dienstag , 20 November 2018

Erster Weltcup in Östersund: Deutsche liefern erfolgreichsten Saison-Einstand seit sieben Jahren

Arnd Peiffer holte zwei Podestplätze zum Weltcup-Auftakt in Östersund - Foto: Andrei Ivanov
Arnd Peiffer holte zwei Podestplätze zum Weltcup-Auftakt in Östersund – Foto: Andrei Ivanov

Östersund (Selina Juliana Sauskojus) – Ein Auftakt nach Maß – selten war diese geflügelte Redensart passender für den Start in eine neue Biathlon-Saison. Seit dem Weltcup in Östersund Saison 2008/2009 war keine deutsche Equipe mehr so erfolgreich.

Die Voraussetzungen im schwedischen Östersund waren von Beginn hervorragend für die deutschen Athleten. Bestens präparierte Strecken, Natur- statt Kunstschnee, Vorbereitungen ohne große Hindernisse und Krankheiten und ein erfolgreiches Vorwochenende in Sjoestrom – die Zeichen standen gut.

Der große Auftakt am Sonntag, die Mixed-Staffel und die Single-Mixed-Staffel, bescherte die ersten beiden Podiumsplätze. Maren Hammerschmidt und Daniel Böhm eroberten sich den dritten Rang in der Single-Mixed-Staffel, ein Wettbewerb der trotz der Neuartigkeit großes Interesse auf sich zieht, hinter Norwegen und Kanada.

In der Mixed-Staffel sorgten Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz, Benedikt Doll und Simon Schempp für den zweiten Platz. Auch hier waren die bärenstarken Norweger siegreich. Den dritten Platz sicherten sich das tschechische Team.

Im ersten Einzelwettbewerb der Herren gelang es keinem geringeren als Ole Einar Bjoerndalen das oberste Podest zu erklimmen. Fehlerfrei und mit einer guten Laufleistung setzte er sich vor den zweiten Simon Schempp. „Ich habe nicht den ersten Platz verloren, sondern den zweiten Platz gewonnen.“, äußerte der zufriedene Zweitplatzierte nach dem Rennen. Alexei Volkov setzte sich auf den dritten Platz.

Strafrunden-Festival beim Sprint der Herren

Das Schützenglück, das Schempp beim Einzel innehatte, schien im Sprint am Samstag wie weggeblasen. Mit acht Fehlern und einem siebenundsiebzigsten Platz verpasste er die Verfolgung am Sonntag. Umso besser lief es jedoch für Arnd Peiffer und Benedikt Doll. Doll, mit einer sensationellen Laufzeit, erreichte den fünften Platz. „Spätstarter“ Arnd Peiffer holte sich erstmals einen Podestplatz im Dezember – Platz 2 hinter dem Weltcupsieger des Vorjahres Martin Fourcade. Platz 3 ging an Ole Einar Bjoerndalen, dem seine 42 Jahre scheinbar nichts anhaben können und der sein gelbes Trikot verteidigen konnte.

Die Verfolgung am Sonntag machte also Hoffnung auf mehr. Martin Fourcade machte allen, die auf einen Sieg hoffen wollten, einen Strich durch die Rechnung. Mit einem Start-Ziel-Sieg und einer herausragenden Form knöpfte er der Konkurrenz nicht nur den Sieg, sondern Ole Einar Bjoerndalen auch das Trikot des Weltcup-Führenden ab. Dennoch – die deutschen Herren zeigten sich in sensationeller Frühform. Vor allem Arnd Peiffer, dem es gelang seinen zweiten Platz ins Ziel zu retten, konnte endlich mit dem leidigen Ruf des Spätstarters brechen. Auch Benedikt Doll konnte sich unter den besten sechs Startern halten.

Vanessa Hinz und Miriam Gössner - Foto: Andre Ivanov
Vanessa Hinz und Miriam Gössner – Foto: Andre Ivanov

Die deutschen Damen konnten vor allem mit einem guten Mannschaftsergebnis aufwarten. Im Einzel am Donnerstag lief es zwar noch nicht ganz rund – Franzsika Hildebrand war beste Deutsche auf dem zehnten Rang – dafür kam der Stein dann im Sprint am Samstag ins Rollen. Franziska Preuss verpasste knapp das Podest hinter der Siegerin Gabriela Soukalova, der Italienerin Federica Sanfilippo und der Ukrainerin Olena Pidrushna, die sich nach einjähriger Biathlonpause über den zweiten Podestplatz nach dem dritten Rang im Einzel freuen konnte. Vanessa Hinz lief auf den neunten Rang, Franziska Hildebrand und Miriam Gössner lieferten solide Ergebnisse mit den Plätzen 17 und 18.

Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Verfolgungsrennen waren gesetzt. Und tatsächlich – am Sonntag ergatterte sich Franziska Hildebrand den ersten Podestplatz für die deutschen Damen mit einem sehr guten dritten Platz hinter der siegreichen Finnin Kaisa Mäkäräinen und der Siegerin des Einzels Dorothea Wierer. Sensationell war die mannschaftliche Geschlossenheit: vier deutsche Damen kamen unter den besten zwölf ins Ziel. Franziska Preuss, die das Rennen über auf Podestkurs war, landete am Ende auf Rang 6. Miriam Gössner, die sichtlich am Schießen gearbeitet hatte, und Vanessa Hinz belegten die Ränge 11 und 12.

Mit sechs Podestplätzen geht’s nach Hochfilzen

Sechs Podestplätze – mit einem so guten Start hätte man kaum rechnen können. Herrentrainer Mark Kirchner zeigte sich sehr zufrieden mit dem Team. „Wir wollen zeigen, dass wir präsent sind und etwas leisten können.“

Die nächste Möglichkeit zu begeistern haben die Biathleten ab Freitag im österreichischen Hochfilzen. Dann wird auch Laura Dahlmeier zurück ins Team stoßen, die krankheitsbedingt in Östersund passen musste. Es verspricht ein spannendes Wochenende zu werden. Mit den Norwegern und dem Franzosen Martin Fourcade in Topverfassung wird es ein harter Kampf ums Podest für die Herren. Auch bei den Damen schläft die Konkurrenz nicht. Gabriela Soukalova, Dorothea Wierer, Kaisa Mäkäräinen und Marie Dorin-Habert haben es in Östersund klar gemacht: der Kampf um den Weltcup ist eröffnet.

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