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Sonntag , 8 Dezember 2019

DSV-Einkleidung 2019 in Laupheim – Startschuss für die neue Saison

In dieser Woche fand im schwäbischen Laupheim bei der Firma Kässbohrer die diesjährige DSV-Einkleidung statt. Dafür reisten am Mittwoch die besten Wintersportler aus ganz Deutschland an, um sich die neue Ausstattungskollektion und ihre Dienst-Fahrzeuge abzuholen.

Am Donnerstag stand dann ein Pressetag auf dem Programm, in dessen Zuge sich die DSV-Funktionäre zu den Zielen und Änderungen in der neuen Saison äußerten. Neben einem kurzen Statement zu den Strategien des deutschen Skiverbands, präventiv gegen Doping im Wintersport vorzugehen, lag hierbei das Hauptaugenmerk vor allem auf Themen rund um die Saisonvorbereitung und -höhepunkte. Gerade in Hinblick auf die Weltmeisterschaft im Biathlon 2023, die im thüringischen Oberhof stattfinden wird, wurde betont, bei Bau und Organisation Nachhaltigkeit priorisieren zu wollen, um die Sportstätten und Programme langfristig zur Nachwuchsförderung nutzen zu können. Zudem machte der Präsident des DSV darauf aufmerksam, dass auch bei der Mobilität in Zukunft auf regenerative Energien gesetzt werde. So sei ein neues Audi-Modell mit Elektromotor für die Sportler nutzbar und Kässbohrer habe zudem einen E-Pistenbully entwickelt.

Der neue E-Pistenbully bei der DSV-Einkleidung in Laupheim 2019 – Foto: Carina Borcherding

Karin Orgeldinger, Sportdirektorin des DSV, nahm zum Abschluss der Pressekonferenz dann mit eindrücklichen Worten noch denjenigen den Wind aus den Segeln, die nach Laura Dahlmeiers Rücktritt einen drastischen Leistungsabfall der deutschen Mannschaft befürchten. Der Erfolg des Teams liege nicht auf den Schultern einer oder eines einzelnen Athleten, sondern es habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass viele deutsche Sportler und Sportlerinnen das Potenzial hätten, immer wieder ganz vorne mit zu mischen. Es komme „viel Gutes“ – nicht zuletzt auch dank des guten Trainerstabs sowie zahlreichen Technikern, die hinter den Kulissen zum Gelingen der Rennen beitrügen.

Carina Borcherding, die für Biathlon-news.de in Laupheim vor Ort war, nutzte die Gelegenheit, um mit Vanessa Hinz und Arnd Peiffer einige Worte zur neuen Saison und ihre Vorbereitung zu wechseln.

Wie ist deine Sommervorbereitung verlaufen?

Vanessa Hinz: Eigentlich gut. Ich bin – toi toi toi – ohne Krankheiten oder Verletzungen durchgekommen und das ist ja auch nicht selbstverständlich. Überbelastungen kommen öfter vor und es zwickt schon immer mal irgendwo – was, glaube ich, bei uns normal ist – aber ich bin soweit voll zufrieden mit meinem Training und den Deutschen Meisterschaften.

Das ist schön. Hast du denn bestimmte Wünsche für die neue Saison?

Vanessa Hinz: Hm, Wünsche hat man wohl immer viele. Ich möchte einfach mal gesund durchkommen. Sonst hatte ich immer irgendwann im Winter eine größere Krankheit, wegen der ich länger aussetzen musste. Dann würde ich gerne einen guten Einstieg in die Saison finden und bei der WM in Antholz möglichst in Topform sein.

Apropos Antholz – eher Heimat-Gefühl oder „Ausland“?

Vanessa Hinz: Es fühlt sich schon ein bisschen wie Heimat an. Es ist nicht weit weg von uns und die Südtiroler sind doch den Bayern sehr ähnlich, muss ich sagen. Das merkt man dann schon (lacht). Und ich mag Antholz brutal gern von der Strecke, von den Leuten und von der ganzen Atmosphäre und Stimmung her. Und vom Wetter natürlich, wir haben da immer Glück (lacht).

Jetzt verändert sich schrittweise ja ein wenig die Zusammensetzung des Damenteams. Es kommen mehr Nachwuchsathleten dazu, Laura hat ihre Karriere beendet. Macht sich das bemerkbar?

Vanessa Hinz: Ja klar, die Jungen machen dann schon auch mal ein bisschen Druck, aber wir trainieren mit manchen am Stützpunkt zusammen, da kennt man sich. Und mit Laura hatte ich die letzten Jahre wenig Berührungspunkte, weil sie im Sommer ja nicht so viel bei uns dabei war – zum Beispiel aufgrund ihrer Verletzungen, daher wird der Unterschied jetzt nicht so groß. Am Ende ist es auch einfach immer noch Laufen und Schießen. Ich freue mich aber, dass die Franzi Preuß wieder dabei ist, wir verstehen uns echt gut. Und es ist auch nicht schlecht, wenn die Jungen mal Druck machen; Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Business. Ich freue mich auf den Winter!

Vanessa Hinz und Carina Borcherding bei der DSV-Einkleidung in Laupheim 2019 – Foto: privat

Noch etwa anderthalb Monate bis Saisonbeginn. Könnte es für dich gefühlsmäßig ruhig jetzt schon losgehen oder brauchst du die verbleibende Zeit noch für eine intensive Vorbereitung?

Arnd Peiffer: Ich freue mich schon auf den Winter. Aber ich brauche schon noch ein paar Wochen,  um die Leistung noch ein bisschen mehr zu entwickeln. Also noch wäre ich nicht soweit, Rennen zu laufen. Von daher ist es so jetzt gut vom Zeitpunkt her. Ich freue mich dann aber auch, wenn es im Winter dann auf Schnee geht – es reicht langsam mit Sommertraining.

Woran konkret möchtest du denn jetzt noch arbeiten?

Arnd Peiffer: Es gibt eigentlich immer etwas zu tun. Es ist erschreckend, wenn wir jetzt wieder Videoanalyse machen. An der Lauftechnik und bei den Schießabläufen kann man immer noch was machen. Es ist sozusagen ein Konglomerat aus Defiziten. Überall so ein bisschen. Und wenn man dann irgendwo was gemacht hat, verschlechtert sich wieder etwas anderes. Man versucht also, sich immer noch ein bisschen zu verbessern. Es gibt nie den Fall, dass man sagt: „Da habe ich jetzt ein Niveau, das passt; ich kann es abhaken und etwas anderes machen.“

Worauf freust du dich denn besonders in der neuen Saison?

Arnd Peiffer: Ich hoffe, dass wir schöne Bedingungen haben und freue mich einfach auf die Ski. Wieder Wettkämpfe zu laufen, das macht mir Spaß. Und dafür mache ich das ja auch. Ich laufe wahnsinnig gerne Rennen und dafür trainiere ich. Ich bin niemand, der es super genießt, im Sommer zweimal am Tag hart zu trainieren – das ist dann schon Arbeit.

Wie geht ihr denn jetzt im Training vor, wenn es gebietsweise mal nicht so viel Schnee gibt?

Arnd Peiffer: Wir gehen ab November auf Schnee und versuchen dann auch durchgehend auf Schnee zu bleiben. Momentan sind wir noch auf Skirollern unterwegs, das ist auch okay, der Umstieg geht dann relativ schnell. Aber wenn es dann mal soweit ist, muss man dem Schnee auch hinterher reisen. Da müssen wir als Sportler einfach ein bisschen flexibel sein.

Wir wünschen beiden Athleten eine erfolgreiche und gesunde Saison!

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