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Freitag , 27 April 2018

DSV-Bilanz nach der Biathlon-WM sieht eher mager aus!

Miri Gössner – Foto: Serge Schwan

Nove Mesto – Seit dem letzten Rennen bei der diesjährigen Biathlon-WM im mährischen Nove Mesto sind nun doch einige Tage vergangen, und es ist an der Zeit, aus DSV-Sicht, Bilanz zu ziehen. Und diese fällt mit zwei erreichten Medaillen nüchtern aus. Die Enttäuschung ist groß, die Skandinavier sind Weltklasse, Deutschland hat den Kontakt zur erweiterten Spitze abreißen lassen…

Im Jahr eins nach Magdalena Neuner wurden vor der Weltmeisterschaft fünf bis sechs Medaillen als Ziel ausgegeben. Dass dieses Ziel bei weitem nicht erreicht wurde, liegt nicht am Rücktritt von Magdalena Neuner, sondern vielleicht an etwas Anderem. Und die Frage ist berechtigt: Wie schneidet das schwarz-rot-goldene Team bei den herannahenden Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi ab?

Krisenarbeit ist angesagt. Gewiss gibt es nach jeder Regression eine Hochkonjunktur. So lernen es uns die Wirtschaftler. Aber dass es so schnell bergab geht, wünscht sich keiner. Andrea Henkel, eine der routinierten DSV-Athletinnen tritt nach Sotschi ab. Tora Berger, mit sechsmal Edelmetall dreimal erfolgreicher als das ganze deutsche Team, auch.

Und was kommt danach? Miri Gössner ist jung, aber es war ein Fehler seitens einiger Medien, sie gleich in die Rolle einer Gold-Lena zu stellen. Gössner ist sicherlich gut, aber Neuner war ein Ausnahme-, vielmehr ein Jahrhunderttalent. Der Schreiber dieser Zeilen möchte nicht Miriam Gössner beleidigen oder ihr ein vorhandenes Talent streitig machen, aber man muss auch die Fakten sehen, wie sie sind.

Gössner läuft gut, keine Frage, aber beim Schießen hat sie ihre Probleme. Sie sieht es selber ein. Doch das darf nicht passieren, gerade bei einer WM nicht passieren. Nun wird debattiert, ob man einen, ausschließlich für das Schießen, neuen Trainer mit in den Betreuerstab aufnehmen soll. Mal sehen, was das bringt. Anzuregen wäre es auf jeden Fall.

Dass nach dem Rücktritt von Henkel nach Sotschi ein großes Loch klaffen wird, kann möglich sein. Aber gerade die Jugend, allen voran Laura Dahlmeier, mischt schon mit. Dahlmeier hat alle beim Staffelbewerb mehr als nur positiv überrascht. Ihr gehört die Zukunft. Franziska Preuß, erst 18-järig, wird ähnliches prophezeit. Kathrin Lang, vormals Hitzer, kann mit ihrer Klasse sicherlich aufhorchen lassen.

Der absolute Star der WM 2013: Emil Hegle Svendsen! – Foto: Serge Schwan

Und bei den Herren? Da schaut das Ergebnis, wenn man es näher betrachtet, gleich aus. Es fehlt der absolute Superstar in den Reihen, der die Teamkollegen förmlich nach vorne puscht. Die Schießleistungen sind ordentlich, nur auf der Loipe bricht der Kontakt zur Spitze ab. Man kann es auch positiv sehen. Emil Hegle Svendsen, der von der WM in Nove Mesto mit fünf Medaillen heim nach Norwegen reist, kocht auch nur mit Wasser. Falls er oder andere Top-Athleten wie etwa der Franzose Martin Fourcade oder der Russe Anton Shipulin einen Hänger am Schießstand haben, müssen die DSV-Athleten um Andi Birnbacher die Chance eiskalt nutzen.

Es ist nicht gerade einfach, den Ist-Zustand im deutschen Biathlon zu beschreiben. Doch ein Sieg, einerlei, ob erkämpft oder durch die flatternden Nerven eines Konkurrenten am Schießstand, geerbt, könnte Auftrieb zu neuen und guten Leistungen geben. Denn nicht nur im Biathlon heißt es: nach der WM ist vor Olympia. Und hier gilt es, die durchwachsene Leistung von Nove Mesto vergessen zu machen. Mit nur einmal Silber und einmal Bronze kann man nur nach vorne schauen. Und wenn eines Tages jeder Schuss ins Schwarze sitzt, wird die Frage nach der Zukunft im DSV-Team nicht schwarz aussehen.

Bericht für biathlon-news.de: Andreas Raffeiner

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