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Montag , 20 November 2017

Die Gasparin-Schwestern und ihre Ziele für die Saison 2017/18

 Aita, Selina und Elisa Gasparin bei den Schweizer Meisterschaften

TV (Frage an Selina): Du hast den Biathlonsport zusammen mit deinen Schwestern in der Schweiz zu mehr Popularität verholfen bzw. diesem durch deine Erfolge Aufmerksamkeit verschafft. Was könnte man zukünftig noch verbessern, damit der Biathlonsport insgesamt noch besser gefördert wird?

Bereits in anderen Sportarten hat man gesehen, dass insbesondere gute Resultate und Erfolge die Sportart ins Rampenlicht und damit zu mehr Aufmerksamkeit führen.

Durch verschiedene Events und Wettkämpfe, die in der Biathlon Arena Lenzerheide durchgeführt werden, versucht man, insbesondere Kinder und Jugendliche anzusprechen. Es ist wichtig, dass sich der Biathlonsport auf allen Ebenen entwickelt. Im Elitebereich setzt Swiss-Ski alles daran, bessere Resultate zu erzielen, aber wichtig ist auch die Entwicklung im Nachwuchsbereich sowie die Rekrutierung neuer Athleten. Dort sind die regionalen Clubs gefordert, einerseits genug Know-how zu haben, andererseits auch überhaupt eine Infrastruktur zu haben. Darin liegt noch viel Verbesserungspotenzial. Hinzu kommt, dass Biathlon bei den Massen noch beliebter wird. Auch wir führen „Gasparin Sisters Days“ für jeden durch, der in die Biathlonwelt hineinschnuppern will.

TV (Frage an alle): Was genau hat sich für euch mit dem Umzug in die Lenzerheide 2016 verändert?

Mit dem Umzug können wir unser Training noch professioneller gestalten, wir können in einem Biathlonstadion mit A-Lizenz (Weltcup-gerecht) täglich trainieren. Der Schießstand ist top, das Programm des Snow Factoring ermöglicht es uns, schon ab Ende Oktober auf Schnee zu trainieren. Dies ermöglicht es uns, das Saisonvorbereitungslager im Norden auf die Lenzerheide zu verschieben, wir können also zu Hause optimal die letzten Kilometer und Schießabläufe abspulen, bevor die ersten Weltcups starten.

TV (Frage an Elisa und Aita): Was habt ihr von Selina über Biathlon gelernt bzw. fragt ihr sie um Rat?

Da wir 7 bzw. 10 Jahre jünger sind als Selina, haben wir praktisch alles, was wir über den Sport wissen, von Selina gelernt. Schon in jungen Jahren hat sie uns mitgenommen und uns in die Welt des Biathlons eingeführt und wir konnten von ihr viele Dinge abschauen.

Besonders wenn es um Professionalität in jedem möglichen Bereich geht, hat Selina bestimmt immer einen guten Rat. Sie hat uns schon immer die Dinge so erklärt, dass wir sie verstehen und auch daraus lernen konnten.

TV (Frage an Elisa und Aita): Wo seht ihr bei euch sportlich/biathlontechnisch noch Verbesserungs­potenzial bzw. wo seht ihr euch sportlich in ein paar Jahren?

Als Spitzensportlerin gibt es immer und überall Verbesserungspotenzial. Man kann nie schnell und präzise genug sein und daran arbeiten wir Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Die größte Kapazität liegt noch in der Laufzeit im Vergleich zu den Schnellsten der Welt. Wir sind auf der Jagd nach der Weltspitze!

TV (Frage an alle): Was sind eure größten Hobbys, wenn ihr mal Freizeit habt und nicht trainiert?

Unsere Freizeit verbringen wir mit Familie und Freunden. Wir sind sehr viel unterwegs und genießen es deshalb, unsere Liebsten zu sehen, wenn wir mal zu Hause sind. Sportliche Aktivitäten, wie z. B. Snowboarden und Klettern, oder das Pilzesammeln gehören dazu.

TV (Frage an alle): Was ist euer bevorzugter Ort im Weltcup? Wo lauft ihr am liebsten Rennen und warum?

Unser Lieblingsaustragungsort ist Antholz. Das Wetter ist immer schön, das Stadion randvoll und die Stimmung bombastisch. Außerdem feuern uns dort immer unsere Eltern mit einem kleinen Fan an, was eine zusätzliche Motivation und Freude ist. Besonders Selina liegt die Strecke und sie hat in Antholz schon einige Erfolge feiern können. Die Höhenlage ist ähnlich zu unserem Heimatort und die meisten Athleten sind nicht wie wir daran gewöhnt und das spielt uns Schweizern in die Karten.

TV (Frage an alle): Was sind konkret eure Ziele für die kommende Saison 2017/2018 und wie zufrieden seid ihr mit der vergangenen Saison? Selina, strebst Du eine bestimmte Anzahl an Podestplätzen, du hast ja insgesamt schon einige vorzuweisen, bzw. Weltcupplatzierung an?

Die kommende Saison ist eine sehr spezielle Saison, im Februar werden die Olympischen Spiele in Südkorea ausgetragen. Natürlich ist es unser Ziel, uns zu qualifizieren und unsere Höchstleistung bei diesen Wettkämpfen abzurufen. Aber jedes Weltcuprennen ist uns wichtig und wir haben das Ziel, uns zu verbessern. Letztes Jahr war ganz okay, aber die perfekten Wettkämpfe und der Exploit nach oben haben gefehlt.

TV (Frage an alle): Oder richtet ihr diese Saison komplett den Fokus auf die Olympischen Spiele?

Sie sind klar der Hauptfokus, aber auch andere Erfolge streben wir klar an.

TV (Frage an alle): Was soll beim Staffelrennen bei Olympia anders werden als bei der historischen Staffel in Sotschi 2014, als ihr drei mit Irene Cadurisch den 9. Rang in der Staffel belegt habt? Was genau hat sich seit 2014 im Hinblick auf das Training, eure sportliche Entwicklung usw. verändert?

Unsere Ziele sind dieses Mal deutlich höher als im Jahr 2014. Wir waren damals ein sehr junges Damenteam, wir haben uns alle zusammen verbessert und weiterentwickelt. Unser Teamgeist ist groß und wir haben zusammen gelitten, geweint und gelacht, wir haben zusammen Erfolge gefeiert und schwierigere Momente überstanden. Das ganze Schweizer Damenteam ist zusammengewachsen und das wird uns weiterbringen. Im Sommertraining haben wir Staffelsituationen simuliert und trainiert, dabei haben wir den Fokus auf die Schießzeiten gelegt.

TV (Frage an alle): Was bedeutet euch das „Familiending“ Olympia, wie ihr das nennt? Wie fühlt es sich an, als Schwestern zusammen zu trainieren und so viel Zeit gemeinsam zu verbringen? Ist Selinas Silbermedaille im Einzel von Sotschi eine große Motivation für die Olympischen Spiele 2018?

Familie bedeutet uns alles. Wir könnten es uns gar nicht vorstellen, wie es ohne Schwestern im Team wäre. Da wir so viel reisen und unterwegs sind, tut es gut, wenn Familienmitglieder dabei sind, sowohl um Erfolge umso mehr zu feiern, aber auch um Niederlagen besser verkraften zu können. Wir verstehen uns speziell gut und verbringen sogar nach den Trainingslagern in unserer Freizeit zusammen schöne Tage. Die Silbermedaille hat Selinas Leben verändert, sie hat ein Leben lang für den einen Tag gekämpft; für uns Schwestern natürlich Motivation pur, man hat die Gewissheit, dass das Gesamtrezept für die Weltspitze ausreicht.

Vielen Dank an Selina, Elisa und Aita für dieses Interview und im Namen des gesamten Teams von Biathlon-News.de ganz viel Erfolg für die kommende Saison und die Olympischen Spiele 2018!

Interview: Theresa Vögle vom Redaktionsteam Biathlon-News.de (als TV abgekürzt)

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