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Donnerstag , 17 August 2017

Die Biathlonlegende Magdalena Neuner steigt in die Hall of Fame des deutschen Sports auf

Sie beendete mit gerade einmal 25 Jahren ihre Karriere und gilt bis dato als die erfolgreichste deutsche Biathletin aller Zeiten: Magdalena Neuner. Die bodenständige Bayerin, die in Interviews stets das Stricken als eines ihrer größten Hobbys nannte, gewann in ihrer Weltcup-Karriere zwischen 2006 und 2012 zwei olympische Goldmedaillen, zwölf WM-Titel, dreimal die Weltcup-Gesamtwertung, 34 Einzelentscheidungen und lief insgesamt 63-mal aufs Podium. Bereits im Januar vom Publikum gewählt, wurde der deutschen Biathlonkönigin im Juli 2017 (gemeinsam mit Michael Schumacher) die Ehre der offiziellen Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports zuteil, in der derzeit 108 namhafte Sportlerpersönlichkeiten aufgeführt sind. Wir gratulieren ganz herzlich!

Die im Jahr 2006 von der Stiftung Deutsche Sporthilfe initiierte Hall of Fame des deutschen Sports ist ein virtuelles Forum der Erinnerung an Menschen, die durch ihren Erfolg im Wettkampf oder durch ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben. Und sicherlich hat Magdalena Neuner durch ihre Erfolge und zahlreiche spannende Wettkämpfe entscheidend zur Popularität des Biathlonsports beigetragen; viele Menschen beeindruckte sie vor allem durch ihre positive Ausstrahlung, ihren Kampfgeist und ihr enormes läuferisches Vermögen, das sie unglaublich stark machte, obgleich auch bereits andere deutsche Biathleten zuvor, wie z. B. Uschi Disl, Sven Fischer und Ricco Groß, entscheidend zum Bekanntwerden des Biathlonsports beigetragen hatten.

Während viele ihren frühen Rückzug aus dem aktiven Biathlonsport, den Neuner am 6. Dezember 2011 relativ überraschend bekanntgab, verwundert zur Kenntnis nahmen und gleichzeitig sehr bedauerten, reagierten einige jedoch auch mit Unverständnis darauf. Was man jedoch als Biathlonfan und Zuschauer am Fernsehbildschirm oder auch live an den Weltcup-Strecken oft vergisst, ist das entbehrungsreiche, hektische, fremdbestimmte Leben, das ein Leben als erfolgreicher Profisportler eben immer mit sich bringt: eiserne Disziplin beim Training, strikte Ernährungsvorschriften, diverse Reisen, zahlreiche Pressetermine (vor allem nach Siegen oder Podiumsplätzen), wenig Zeit für Ruhe und Entspannung sowie Freunde und Familie. Zudem hagelt es medial herbe Kritiken, wenn es mal nicht fürs Podest oder einen Platz in den Top 10 reicht.

Neuners absolutes Schlüsselerlebnis waren die Olympischen Spiele in Vancouver 2010. In all diesem Trubel, sie musste einen regelrechten „Pressemarathon“ absolvieren, sehnte sie sich nach Normalität und dem Halt ihrer Familie. All das ließ die Entscheidung reifen, ihre beispiellose Bilderbuchkarriere frühzeitig zu beenden. Ab und zu nimmt Magdalena heute noch Auftritte in der Öffentlichkeit wahr und engagiert sich als ARD-Expertin für Biathlon, aber in erster Linie hat sie sich wohl, inzwischen verheiratet und zweifache Mutter, den Traum eines bodenständigen und „normalen“ Lebens erfüllt.

Im Jahr 2017, fünf Jahre nach Neuners Abschied aus dem aktiven Sport, muss man ihr trotz aller Wehmut (denn sie hätte sicherlich noch so viele Wettkämpfe für das deutsche Team gewinnen bzw. erfolgreich gestalten können) höchsten Respekt für diesen Entschluss zollen, denn auch wenn sich die Biathlonfans stets auch Athleten vom Kaliber eines Ole Einar Björndalen wünschen, die noch im hohen Biathlonalter große Erfolge feiern, kann diese Entscheidung nur der Sportler selbst treffen.

Magdalena hat zwar eine große Lücke hinterlassen und ihr strahlendes Lächeln wird immer unvergesslich bleiben, aber um eine würdige Nachfolge braucht man sich mit Spitzenathletinnen wie Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Vanessa Hinz und allen voran der erfolgsverwöhnten Laura Dahlmeier, die bereits den Gesamtweltcup der letzten Saison 2016/2017 gewann, keine Sorgen machen. So fiebern wir schon der kommenden Saison 2017/2018 entgegen, freuen uns auf tolle sowie abwechslungsreiche Wettkämpfe und drücken allen Athletinnen und Athleten die Daumen!

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