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Dienstag , 11 Dezember 2018

Deutschland schickt vier Herren und drei Damen in die Massenstarts von Oslo

Oslo (Selina Juliana Sauskojus) – Morgen findet die Weltmeisterschaft von Oslo mit den beiden Massenstarts der Damen und Herren ihren krönenden Abschluss. In gleicher Besetzung wie in Kontiolahti im vergangenen Jahr begeben sich sieben deutsche Athleten im finalen Einzelrennen auf die Medaillenjagd.

Foto: Maria Merl, TV-Sport.de
Foto: Maria Merl, TV-Sport.de

Für die Massenstarts der WM sind die fünfzehn besten Athleten des Weltcups, die Medaillengewinner und die Punktbesten der Wettbewerbe von Oslo gesetzt. Dabei dürfen für jede Nation vier Sportler oder Sportlerinnen starten. Für den deutschen Verband bedeutet dies sieben Athleten, die sie ins Rennen schicken können – vier Herren und drei Damen. Zwei Siege konnte das deutsche Team in Massenstarts in dieser Saison erringen, zudem wurden drei zweite Plätze und ein dritter Platz erreicht – eine gute Bilanz, die Hoffnung für morgen macht.

Um 13.00 Uhr werden die Damen den Anfang machen. Für Deutschland sind Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand und Franziska Preuss gesetzt. Dahlmeier geht als große Mitfavoritin ins Rennen. Sie konnte schon einen Massenstart in dieser Saison gewinnen, einmal wurde sie Dritte. Bei der vergangenen WM wurde sie siebte. Wenn die bisherigen Wettkämpfe sie nicht zu sehr ausgelaugt haben, bestehen für sie sehr gute Chancen ganz oben anzugreifen. Franziska Hildebrand stand ebenfalls schon auf dem Podium in einem Massenstart in dieser Saison mit einem zweiten Rang in Ruhpolding. Möglich, dass sie die heiß ersehnte Einzelmedaille am morgigen Tag mit nach Hause nehmen kann. Und dann wäre da natürlich noch Franziska Preuss. Sie konnte nur an zwei von vier Massenstarts teilnehmen, lief auf die Ränge 10 und 11. Doch sie ist die amtierende Vize-Weltmeisterin und wird dies nicht nur verteidigen, sondern verbessern wollen. Die Form allerdings, so sagt Preuss selbst, ist in dieser Saison nicht so gut wie in der vorigen. Für eine Überraschung ist die 22-jährige aber dennoch gut.

Leicht wird es für die Damen nicht. Gabriela Soukalova, Marie Dorin Habert, Tiril Eckhoff, Kaisa Mäkäräinen – sie alle schielen nach der Goldmedaille. Vor allem Soukalova und Mäkäräinen, die noch keine Einzelmedaille gewinnen konnten bei dieser WM, werden alles geben, um diesen Umstand zu ändern.

Um 16.00 Uhr gehen dann die dreißig besten Herren des Biathlon-Sports auf die Strecke. Gesetzt sind, wie bei der letzten WM, Benedikt Doll, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Simon Schempp. In Kontiolahti war Schempp als achter bester Deutscher geworden. In diesem Jahr rechnen sich die Männer mehr aus, vor allem weil bisher noch keine Einzelmedaille in den anderen Disziplinen gewonnen werden konnte. Erik Lesser konnte bereits einen Massenstart für sich entscheiden, Benedikt Doll wurde zweiter in Canmore. Simon Schempp war in Pokljuka knapp am Podest vorbeigeschrammt. Peiffers beste Leistung gelang ihm in Ruhpolding – dort wurde er fünfter. Es wird ein unglaublich schweres Unterfangen morgen. Schempp scheint nicht in Form. Benedikt Doll läuft herausragend, schwächelt aber am Schießstand. Lesser und Peiffer scheinen die stabilsten zu sein. Vor allem Peiffers Leistungen im Schießen liefern ihm eine gute Grundvoraussetzung.

Der Kreis der Konkurrenten besticht durch große Namen mit großen Ambitionen. Martin Fourcade gewann bei jedem seiner Auftritte während dieser WM Gold – er muss am Schießstand patzen, damit die anderen eine Chance bekommen. Auch die Österreicher Landertinger und Eder mischen sich in den Kreis der Favoriten. Für die norwegischen Herren wird es morgen die letzte Gelegenheit sein noch eine Goldmedaille vor heimischem Publikum zu gewinnen. Ole Einar Bjoerndalen konnte zweimal Silber gewinnen, Emil Hegle Svendsen einmal Bronze. Wenn alles zusammenkommt sind sie heiße Kandidaten für weitere Medaillen. Höher eingeschätzt wurden im Vorfeld die Boe-Brüder. Für Tarjei Boe scheint es jedoch eher eine WM zum Vergessen und auch sein kleiner Bruder Johannes schrammte dreimal knapp am Podest vorbei, wurde in jedem Einzelrennen undankbarer vierter.

Die Massenstarts sind, mit der Herren-Staffel heute Nachmittag, die letzte Chance den Medaillenspiegel noch etwas aufzupolieren. Vor allem aufseiten der Herren wäre eine Medaille ein versöhnlicher Abschluss zu einer spannenden Weltmeisterschaft.

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