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Montag , 23 April 2018

Deutsche Damenstaffel gewinnt in Pokljuka

Deutschland holt sich im ersten Staffelrennen der Damen in der Saison 2016/17 den Sieg. Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und „Super-Laura“ Dahlmeier feiern einen grandiosen Sieg vor der Staffeln aus Frankreich und der Ukraine. Auf Rang vier folgt Tschechien vor Norwegen, die trotz zweier Strafrunden und 15 Nachlader noch Fünfte wurden.

Laura Dahlmeier (GER) - Foto: Andrei Ivanov
Laura Dahlmeier (GER) – Foto: Andrei Ivanov

Die deutsche Startläuferin Vanessa Hinz mit Startnummer 1 startete clever um allen Unannehmlichkeiten, wie einem Stockbruch beim Start, aus dem Wege zu gehen. Hinter Hinz folgten die Ukrainerin Varvynets, die Französin Chevalier sowie die restlichen Staffeln.

Vanessa Hinz kam als Führende zum ersten Schießen. Nach drei Treffern verfehlte der vierte Schuß sein Ziel und sie benötigte einen Nachlader für die übrige Scheibe. Tschechien übernahm die Führung vor Kasachstan und Russland, die alle fehlerfrei blieben. Vanessa Hinz lag auf Rang 4. Auf der zweiten Runde lag das Feld weiter eng zusammen. Die Tschechin Puskarcikova kam als erste zurück zum Schießstand. Im Stehendanschlag brauchte Hinz weitere drei Nachlader für ihre fünf Scheiben und fiel auf Rang 8 zurück. Auch die führende Tschechin hatte Probleme und benötigte zwei Nachlader. Die Kasachin Vishnevskaya führte vor der Russin Podchufarova und der Tschechin Puskarcikova. Bitter für die favorisierten Norwegerinnen: Fanny Horn Birkeland musste gleich zwei Mal in die Strafrunde. Tschechien wechselte als erstes vor Slowenien, Kasachstan und Russland. Vanessa Hinz schickte mit einem Rückstand von +15,6 Sek. Franziska Hildebrand auf die Strecke.

Franziska Hildebrand versuchte auf ihrer ersten Runde den Anschluß an das Spitzen-Quartett herzustellen, was ihr auch gelang. Als Dritte kam Hildebrand zu ihrem ersten Schießen. Hildebrand schoss schnell und vor allem gut und ging als Führende zurück auf die Strecke, während Tschechien zwei Mal in die Strafrunde musste. Hinter der Deutschen folgten die Russin Akimova und die Ukrainerin Dzhima auf den Plätzen zwei und drei. Die Sloweninnen lagen auf Rang vier. Hildebrand konnte ihre Führung auf der zweiten Runde behaupten und kam als Führende zum Stehendschießen. Beim Stehendschießen zeigte Hildebrand Nerven und ließ drei Scheiben stehen. Doch sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und vermied mit drei Nachladern die Strafrunde. Hinter der führenden Ukrainerin Yulia Dzhima ging sie auf Rang 2 liegend vor der Französin Justin Braisaz und der Weißrussin Kryuko auf die Schlußrunde. Hildebrand kämpfte sich auf der Strecke wieder ran und wechselte auf Rang zwei liegend auf Maren Hammerschmidt, die 14,7 Sek. Rückstand auf die Ukraine hatte. Es folgte Frankreich auf Rang drei.

Die Französin Aymonier konnte Hammerschmidt nach wenigen Metern überholen und lief zur führenden Pidrushna auf. Beide kamen zum Liegendschießen, dahinter schon Maren Hammerschmid. Es war ein ganz starker Auftritt von Hammerschmid am Schießstand, die ohne Nachlader alle fünf Scheiben abräumte und Deutschland wieder in Führung brachte. Pidrushna und Aymonier mussten zwei bzw. ein Mal nachladen und folgten der Deutschen auf Rang zwei und drei. Die Weißrussin Pisareva und Mari Laukannen aus Finnland blieben auch ohne Nachlader und schossen sich auf die Plätze vier und fünf. Maren Hammerschmidt führte das Feld und konnte in ihrem Tempo zum Stehendschießen laufen. Im Stehend-Schießen lief es für Hammerschmidt zunächst wieder prächtig, ehe sie für die letzte Scheibe zwei Nachlader brauchte. Die Französin Aymonier nutzte die Schwäche der Deutschen und kam ohne Nachlader aus. Mit 4,6 Sekunden Rückstand folgte sie der Deutschen auf Rang 2. Die Ukrainerin Pidrushna blieb auf Rang drei, vor Weißrussland und der Schweiz, die sich still und leise auf Rang fünf vorschieben konnte. Den nur noch geringen Vorsprung konnte Hammerschmidt jetzt nicht mehr halten. Die Französin marschierte vorbei und übernahm die Führung. Beeindruckende Leistung von Aymonier, Hammerschmidt wirkte nach zwei harten Rennen in Pokljuka müde, konnte aber den zweiten Rang vor der Ukraine ins Ziel retten. Laura Dahlmeier machte sich auf die Verfolgung der führenden Marie Dorin Habert aus Frankreich.

Deutschlands Super-Biathletin blieb hinter der führenden Französin und kam als Zweite zum Liegendschießen. Es kam zum packenden Schieß-Duell zwischen Dorin Habert und Dahlmeier – mit dem besseren Ende für die Französin. Sie blieb ohne Makel, während die Deutsche einmal nachladen musste. Auch die Tschechinnen meldeten sich zurück im Kampf ums Podest. Nach zwei Strafrunden zu Beginn, hat Koukalova ihr Team wieder auf Rang 4 hinter der Ukraine nach vorne gebracht.
Dahlmeier kam der führenden Französin immer näher und überholte ihre Gegnerin, scheinbar ohne Probleme, kurz vor dem Schießstand. Es kam zum Showdown am Schießstand. Beide schossen fast synchron und fehlerfrei. Dahlmeier ging knapp vor Dorin Habert auf die letzten zwei Kilometer. Die Ukrainerin Merkushyna blieb ebenfalls fehlerfrei und konnte Rang drei verteidigen. Gabriela Koukalova lag auf Rang vier.

Dahlmeier und Dorin Habert taktierten auf der Schlußrunde, bis Dahlmeier zur Attacke ansetzte. Die Deutsche nutzte ihre exzellenten Abfahrtskünste, um sich von der Französin abzusetzen. Souverän lief Dahlmeier den Sieg für die Deutsche Damenstaffel nach Hause, vor dem Quartett aus Frankreich und der Ukraine.

Was für ein Wochenende für Laura Dahlmeier, die in Pokljuka in allen drei Disziplinen ganz oben auf dem Treppchen steht. Kommende Woche geht es dann weiter im tschechischen Nove Mesto!

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