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Dienstag , 13 November 2018

Deutsche Damen sorgen für Dreifach-Triumpf beim EM-Sprint in Tyumen

Foto: Andrei Ivanov
Foto: Andrei Ivanov

Tyumen (Carina Borcherding)  – Es war ein Tag des Jubels für die deutschen Biathlon-Damen. Was vorher wohl keiner geglaubt hätte, weil es zu den seltensten Ergebnissen im internationalen Wettkampfgeschehen gehört, ist tatsächlich pünktlich zum Saisonhöhepunkt eingetreten. Bei der EM im russischen Tyumen konnten Nadine Horchler, ihre Schwester Karolin und Annika Knoll gemeinsam auf dem Podest stehen. Zuletzt schafften einen solchen Dreifacherfolg Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Miriam Gössner beim Weltcupsprint von Hochfilzen im vergangenen Dezember.

Die Konstanz, mit der Nadine Horchler im Verlauf der Saison im IBU-Cup gute Ergebnisse erzielt hatte, heizte bereits im Vorfeld der EM die Spekulationen um mögliche Medaillenchancen an. Mit dem Gewinn von Edelmetall sollte die 29-jährige sich wieder eine Tür zu eventuellen Starterlaubnissen für den Weltcupzirkus öffnen. Sicher war das mit ein Grund dafür, dass Horchler in diesem heutigen ersten Einzel-Wettkampf der EM zur Bestform auflief und sich mit einem deutlichen Vorsprung vor ihrer Schwester den Sieg sicherte. Mit der schnellsten Zeit in der Loipe konnte ihr trotz eines Schießfehlers keine der anderen Athletinnen im Kampf um den Titel gefährlich werden. Der zweitbesten Athletin (reine Laufleistung) des Tages, der Russin Anastasia Zagoruiko, nahm Horchler volle 24,6 Sekunden ab.

Die Jüngere der beiden Horchler-Schwestern, Karolin, landete nach zwei fehlerfreien Schießeinlagen auf dem Silberrang. 12,7 Sekunden fehlten ihr im Ziel auf ihre siegreiche Schwester.

Über die Bronzemedaille konnte sich die junge Annika Knoll freuen. Ebenso wie Karolin Horchler am Schießstand fehlerfrei geblieben, komplettierte sie mit einem Rückstand von 28,5 Sekunden das schwarz-rot-goldene Podium, das „Stockerl“, wie es viele deutsche Sportler nennen.

Den vierten Rang belegte Anna Shcherbinina. Die Russin ließ im Stehendanschlag eine Scheibe stehen und hatte am Ende einen Rückstand von 32 Sekunden auf Nadine Horchler.

Die Plätze Fünf und Sechs gingen an das weißrussische Team, vertreten durch Nadezhda Skardino (0 Fehler, +34,5 Sekunden) und Mariya Panfilova (0 Fehler, +37,6 Sekunden).

Die Deutsche Luise Kummer schloss sich mit dem 9. Platz an die Erfolge ihrer Teamkameradinnen an.

Sprintweltmeisterin 2016: Nadine Horchler (GER) - Foto: Andrei Ivanov
Sprintweltmeisterin 2016: Nadine Horchler (GER) – Foto: Andrei Ivanov

Florian Graf wird undankbarer Vierter!

Bei den Herren blieb das Podest ebenfalls in drei gleichen Farben. Jedoch waren diese Farben dieses Mal nicht nur durch eine, sondern durch zwei verschiedene Nationen vertreten. Zweimal Russland und einmal Norwegen. Blau, Weiß und Rot.

Nach seinem Auftrumpfen in der gestrigen Mixedstaffel konnte Evgeniy Garanichev erneut seine Stärken ausspielen. Obwohl eine Scheibe im Stehendanschlag nicht fallen wollte, darf sich der 28-jährige Russe nun Sprint-Europameister nennen.

Zweiter wurde der fehlerfrei gebliebene Norweger Henrik L’Abee-Lund, 5,2 Sekunden hinter Garanichev.

Als Dritter noch mit auf dem Podest stand Anton Babikov aus Russland (0 Fehler). 9,7 Sekunden fehlten dem Athleten auf den Sieg.

Mit beiden Medaillen von Garanichev und Babikov gewann die russische Mannschaft bei den laufenden Europameisterschaften nun schon vier Medaillen. Drei goldene, eine bronzefarbene.

Bester DSV-Athlet war Florian Graf, der keinen Fehler schoss. Mit 19,6 Sekunden Rückstand belegte er den vierten Rang.

Fünfter wurde der Bulgare Vladimir Iliev (1 Fehler, +31,7 Sekunden), Sechster Matthias Bischl (Deutschland, 0 Fehler, +37,9 Sekunden).

Die anderen deutschen Biathleten mussten sich enttäuscht mit dem 36. (Philipp Horn), 39. (David Zobel) bzw. 49. Rang zufrieden geben. Steffen Bartscher schaffte es als 59. gerade noch so in die morgige Verfolgung. Dabei können dann die Karten noch einmal komplett neu gemischt werden und es besteht für alle die Chance, sich eine bessere Platzierung zu erkämpfen.

Das wollen jedoch natürlich auch die anderen Teilnehmer des Verfolgers. Daher wünschen wir jedem Athleten viel Erfolg, seine Ziele umzusetzen!

Foto: Andrei Ivanov
Foto: Andrei Ivanov

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