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Samstag , 17 November 2018

Deutsche Damen auf Rang 2 nach Achterbahn-Staffel – Ukrainerinnen siegen knapp

Foto: Karl-Heinz Merl, TV-Sport.de
Foto: Karl-Heinz Merl, TV-Sport.de

Ruhpolding (Selina Juliana Sauskojus) – Wenn die besten Damen ihrer Nation an den Start gehen, ist Spannung garantiert. So auch heute im letzten Wettbewerb von Ruhpolding. Für deutsche Biathlon-Fans war es eine Achterbahn der Gefühle. Auch ein zwischenzeitlicher Rückstand von zwei Minuten entmutigte die Damen nicht. Super-Laura sicherte als Schlussläuferin wieder einmal eine Top-Position auf dem Podest – nur an der Ukrainerin kam sie auf der Zielgeraden nicht mehr vorbei. Dritte wurde die Staffel aus Italien.

Die Startaufstellung der deutschen Damen bot heute Morgen zwei kleine Überraschungen. Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz sollten heute nicht im Quartett vertreten sein. Für Hildebrand galt es sich ein wenig für die kommenden Weltcups zu schonen, Hinz fühlte sich angeschlagen. Den Anfang für das Team machte Karolin Horchler, gefolgt von Miriam Gössner und Maren Hammerschmidt. An letzter Position sollte Laura Dahlmeier den Sack möglichst zumachen. Die Konkurrenz sollte aber nie außer Acht gelassen werden. Die Staffeln aus Italien, der Ukrainer, Frankreich und Tschechien standen, wie die Deutschen, ganz oben auf der Liste der Favoritinnen.

Foto: Karl-Heinz Merl, TV-Sport.de
Foto: Karl-Heinz Merl, TV-Sport.de

Im Pulk der Nationen sollte zuerst Karolin Horchler eine komfortable Position herausarbeiten. Beim Liegendschießen benötigte Horchler einen Nachlader, den sie aber sich ins Ziel brachte. In Führung ging zunächst die Russin Shumilova, gefolgt von der Tschechin Puskarcikova und der Ukrainerin Varvynets. Die Deutsche reihte sich auf Position 12 mit 13 Sekunden Rückstand ein.

Auch beim Stehendschießen benötigte die 26-jährige einen Nachlader, den sie dann souverän ins Schwarze brachte. Als Fünfte ging sie mit 17 Sekunden Rückstand in Richtung Wechsel. In Führung setzte sich die Ukrainerin vor der Weißrussin Skardino und der Norwegerin Marte Olsbu.

Im Ziel wechselte zuerst die Norwegerin Olsbu auf ihre Kollegin Birkeland, dann die Ukraine von Varvynets auf Dhzima und an dritter Position wechselte Skardino auf Kryuko. Karolin Horchler übergab als Fünfte an Miriam Gössner mit einem Rückstand von 23 Sekunden.

Irgendwie schien für die deutschen Starter an zweiter Position der Wurm drin zu sein. Wie Johannes Kühn am Freitag wollte Gössner das Schießen gar nicht gelingen. Beim Liegendschießen benötigte sie alle Nachlader, von denen sie zwei nicht ins Schwarze bringen konnte – zwei Strafrunden für Gössner. Als Fünfzehnte ging sie dann mit einem Rückstand von einer Minute 39 Sekunden auf die Verfolgung. An Führung hatte sich die Ukrainerin gesetzt, gefolgt von der Weißrussin und der Italienerin Karin Oberhofer.

Beim Stehendschießen blieb von den Führenden nur die Ukrainerin Dzhima fehlerfrei. Sie hielt die zweitplatzierte Weißrussin mit einer Führung von 29 Sekunden auf Abstand. Auf Rang 3 lief die Slowakin Gerekova. Miriam Gössner benötigte zwei Nachlader, um dem Feld auf Rang 13 mit einem Rückstand von ungefähr zwei Minuten zu folgen.

Im Ziel wechselte die Ukrainerin zuerst auf die dritte Läuferin Valentina Semerenko. Die Weißrussin übergab den Stab an Nadzeya Pisareva und die Italienerinnen schickten ihre Dritte Alexia Runggaldier auf die Strecke. Miriam Gössner konnte auf der kurzen Strecke noch einiges an Zeit gut machen. Sie schickte Maren Hammerschmidt als Elfte mit einem Rückstand von einer Minute 48 auf die Verfolgung.

Beim Liegendschießen verschoss sich die Ukrainerin Semerenko die komfortable Führung. Sie schoss zunächst einen Fehler. Doch auch mit drei Nachladern wollte ihr das Treffen nicht gelingen, sie musste einmal in die Strafrunde. Die Gelegenheit für die Weißrussin Pisareva. Nun hatte sie einen guten Abstand von 23 Sekunden zwischen sich und die Ukrainerin gebracht. Auf Rang 3 setzte sich die Slowakin Poliakova. Auf die neuen Windverhältnisse reagierte Hammerschmidt mit ihren ersten beiden Schüssen nicht. Nach einer Justierung setzte sie die übrigen drei Schüsse und die zwei Nachlader sich ins Ziel. Auf Rang 12 mit einem Rückstand von einer Minute 31 Sekunden ging sie zurück auf ihre zweite Runde.

Das Stehendschießen ergab keinen Führungswechsel. Die Weißrussin blieb vor der Ukrainerin. Die Norwegerin Solemdal eroberte allerdings den dritten Rang. Maren Hammerschmidt konnte sich näher an die Konkurrenz heranrobben. Trotz einem Nachlader arbeitete sie sich vor auf den siebten Rang mit einem Rückstand von 58 Sekunden.

Auf der Runde ging die Weißrussin Pisareva blau, sie konnte der Konkurrenz läuferisch nichts mehr entgegensetzen und musste eine Athletin nach der anderen gewähren lassen. Es sah auf der Strecke sogar zwischendurch so aus, als würde sie das Rennen aufgeben. Doch sie kämpfte weiter. Ganz im Gegensatz zu Maren Hammerschmidt. Sie zündete auf der letzten Runde den Turbo, ähnlich wie Tarjei Boe in der Herrenstaffel, und brachte die Staffel auf den zweiten Rang, nur 27 Sekunden entfernt von den Ukrainerinnen. Diese hatten als erste auf die Schlussläuferin Pidrushna übergeben. Dicht hinter Dahlmeier ging für die Norwegerinnen an dritter Position die starke Tiril Eckhoff auf die entscheidenden Runden.

Beim Liegendschießen verwandelte die Ukrainerin Pidrushna alle fünf Schüsse souverän. Dem stand Laura Dahlmeier in nichts nach. Sie setzte sich fehlerfrei auf den zweiten Rang, nur noch 18 Sekunden entfernt von der Führenden. Dorothea Wierer profitierte von den Schwierigkeiten der Norwegerin. Die Italienerin legte eine für sie typische Schnellfeuer-Einlage ein und setzte sich auf den dritten Platz.

Auf der Runde machte Dahlmeier Sekunde um Sekunde auf Pidrushna gut. Vor dem Schießen setzte sie sich sogar noch vor die Ukrainerin, um beim letzten Duell von der Schießbahn 1 zu schießen. Der erste Treffer fand das Ziel jedoch nicht, während Pidrushna alle fünf Treffer versenkte. Aber Dahlmeier folgte der Ukrainerin nur 9 Sekunden später auf die Runde – ein Rückstand, den die laufstarke Bayerin möglicherweise noch gutmachen konnte. Als Dritte ging Dorothea Wierer mit einem erneuten perfekten Schießen auf die letzte Runde.

Foto: Maria Merl, TV-Sport.de
Foto: Maria Merl, TV-Sport.de

Auf der Zielgeraden wollte Laura Dahlmeier auf Angriff gehen, doch die Ukrainerin hatte sich auf denselben Korridor gesetzt wie die Deutsche und machte die Tür zur Attacke zu. Dahlmeier musste die Ukrainerin gewähren lassen und wurde knapp Zweite. Dorothea Wierer holte für die Italienerinnen den dritten Rang.

Nun geht es für die Damen auf die Reise ins italienische Antholz. Am Donnerstag um 14.30 Uhr wird dann im Sprint ums Stockerl gekämpft.

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