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Mittwoch , 19 September 2018

Deutsche Biathleten gehen beim Sprint in Kontiolahti leer aus!

Foto: Andrei Ivanvo

Kontiolahti (Karl-Heinz Merl) – Die mit viel Vorschußlorbeeren ins Sprintrennen über 10 km gegangenen deutschen Biathlonherren bei den Weltmeisterschaften im finnischen Kontiolahti blieben bei der ersten Einzelentscheidung ohne Medaille. Als bester Deutscher belegte Erik Lesser mit einem Rückstand von +30,30 Sek. den fünften Rang.

Bei schwierirgen Windverhältnissen ging Gold an den Johannes Thingnes Boe. Der Norweger, der damit auch der Nachfolger seines Landsmanns Emil Hegle Svendsen ist, gewann in einer Gesamtzeit von 24:12,80 Min. trotz einer Strafrunde im Stehendschießen und ist damit der jüngste Sprintweltmeister aller Zeiten im Biathlon.  Für eine Überraschung sorgte der Kanadier Nathan Smith, der mit einem Rückstand von +12,10 Sekunden bei ebenfalls nur einer Strafrunde, sensationell die Silbermedaille gewann. Für Smith ist es das beste Ergebnis seiner nicht ganz mehr so jungen Karriere.

Bronze ging an den großen Bruder von Johannes Thingnes, Tarjei Boe, der sich nach dem dritten Rang in der Mixedstaffel nun schon – wie sein Bruder auch – über die zweite Medaille freuen kann. Nach der zum Teil harschen Kritik im Heimatland finden die Norweger also rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt in die Spur. Nur Tarjei Boe (NOR) und der Tscheche Jaroslav Soukop sind als einzige der 129 Starter mit einer sauberen Weste durchs Rennen gekommen.

Knapp an der Bronzemedaille vorbeigeschrammt ist Simon Fourcade. Der Franzose lag im Ziel mit 4,2 Sek. hinter Boe auf Rang vier.

Silber: Nathan Smith (CAN) – Foto: Andrei Ivanov
Bronze: Tarjei Boe (NOR) – Foto: Andrei Ivanov

 

Deutsche Medaillenträume vom Winde verweht!

Die deutschen Medaillenträume wurden im Stadion von Kontiolahti regelrecht vom Winde verweht. Ausgerechnet Simon Schempp, der „Mister Zuverlässig“ in der ganzen Saison hatte eine rabenschwarzen Tag erwischt. Schon nach dem Liegendschießen zerplatzten beim Uhinger mit insgesamt vier Strafrunden alle Medaillenträume. Auch beim Stehendschießen ließ Schempp drei Scheiben stehen und kam nach insgesamt sieben Strafrunden und einem Rückstand von +3:19,5 Min. auf Rang 77 und verpaßt somit auch das Verfolgungsrennen.

Der Frankenhainer Erik Lesser hatte eine Medaille zum greifen nah. Nach einem fehlerfreien Liegendschießen patzte Lesser ausgerechnet beim letzten Schuß im Stehendanschlag und vergab so die große Chance auf Edelmetall. Mit einem Rückstand von +30,30 Sek. geht Lesser als Fünfter und bester DSV-Skijäger ins Jagdrennen. Benedikt Doll, er schon bei der Mixedstaffel eine hervorragende Leistung bot und für den erkrankten Andy Birnbacher ins Rennen geschickt wurde, ließ nach einer Null im Liegendschießen beim Stehendschießen zwei Scheiben stehen. Der Schwarzwälder schaffte aber dennoch als 10. ein sehr gutes Ergebnis. Auch Arnd Peiffer hatte am Ende mit der Vergabe der Medaillen nichts zu tun und wurde nur 30. (+1:31,2 Min./3).

Erik Lesser (GER) – Foto: Andrei Ivanov

Auch die anderen Favoriten landeten im geschlagenen Feld. Der im Gesamtweltcup führende Franzose Martin Fourcade wurde nur 12. (+49,7 Sek./3). Ebenso abgeschlagen landete der Russe Anton Shipulin auf Rang 18 und der Titelverteidiger Emil Hegle Svendsen schaffte es nur auf Rang 36.

Auch Österreichs Biathlon-Herren konnten bei der ersten Einzelentscheidung der Biathlon-Weltmeisterschaft in Kontiolahti (FIN) nicht in den Kampf um Medaillen eingreifen. Bester des ÖSV-Quartetts wurde Dominik Landertinger, der im 10 km Sprintbewerb Rang 39 belegte. Der Tiroler, der liegend und stehend je eine Strafrunde in Kauf nehmen musste, kam in der Loipe überhaupt nicht in Schwung und wies am Ende 1:46,5 Min. Rückstand auf den siegreichen Johannes Thingnes Bö auf. Bei den drei weiteren Österreichern verhinderten zu viele Fehler am Schießstand eine bessere Platzierung. So mussten sich Daniel Mesotitsch (3 Fehler), Julian Eberhard und Simon Eder (beide 4 Fehler) mit den Rängen 41, 44 und 46 begnügen. Entsprechend schwierig ist damit auch die Ausgangsposition für das morgige Verfolgungsrennen.

 

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