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Samstag , 17 November 2018

Der Schnee von heute soll den Weltcup von morgen sichern!

Schneedepot_offenOberhof (Ralf Ilgen) – In dieser Woche schaute der Winter nochmals in Oberhof vorbei und überzog die Landschaft mit frischem Schnee. Die Hoffnung ist groß, dass dies auch in knapp acht Monaten so ist. Denn, der nächste Biathlon-Weltcup in der Rennsteigstadt kommt bestimmt und er wird wie gewohnt in der ersten Januarwoche 2017 stattfinden. Und in den vergangenen Wochen wurde am Weltcup-Standort Oberhof eifrig daran gearbeitet, für die Schneesicherheit des kommenden Biathlon-Weltcups zu sorgen. Nachdem bei den winterlichen Bedingungen im Februar und März jede Menge von der weißen Pracht produziert wurde, ist das im vergangenen November fertiggestellte Schneedepot gut gefüllt. Im Anschluss daran folgte der noch wichtigere Arbeitsgang. Der soll garantieren, dass möglichst viel Schnee den Sommer überdauert.

Die Mitarbeiter des Thüringer Wintersport-Zentrums (TWZ) haben in den letzten Wochen ganz tolle Arbeit verrichtet. Sie sorgten neben der Schneeproduktion am Depot auch dafür, dass in der DKB-Ski-ARENA ab Ende Januar alle angesetzten Wettkämpfe der Thüringer Wintersportler  ausgetragen werden konnten. Außerdem wurden die Trainingseinheiten des Wintersport-Nachwuchses am Oberhofer Sportgymnasium und der Thüringer Vereine abgesichert. Auch das ist im Hinblick auf die Zukunft des Wintersports in der Region sehr wichtig. Das waren jedoch alles keine einfachen Arbeiten, denn die Bedingungen stellten sich nicht so toll dar, wie das den Anschein hatte. „Wir konnten eigentlich nur eine Woche Schnee schießen unter den absoluten Top-Bedingungen. Für die Schneeproduktion benötigen wir Temperaturen unter minus vier Grad Celsius. Zudem muss die Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig sein und es ist auch wichtig, dass die Windgeschwindigkeit nicht so hoch ist“, so André Lange, Chef des TWZ. „Weht der Wind zu sehr, dann landet der Schnee nicht im Depot sondern die kleinen Kristalle werden in den Wald verfrachtet.“ Lange sagte weiter, dass natürlich an vielen weiteren Tagen Schnee produziert werden konnte. „Die Effektivität ist da aber lange nicht so groß gewesen wie in dieser einen sehr guten Woche“, erklärt er.

Der fast noch wichtigere Schritt als die Schneeproduktion selbst ist aber die Abdeckung des Schnees, damit so viel wie möglich davon den warmen Sommer übersteht. Und genau das wurde ab Ende März vollzogen. „Diese Arbeiten waren sehr komplex und haben sich über mehrere Wochen hingezogen. Der produzierte Schnee wurde komprimiert, um das Volumen des Depots auch optimal auszunutzen“, so Lange. „Alleine diese Arbeiten haben schon eine Woche gedauert.“ Im Zuge der Tätigkeiten wurde auch der Schneetausch in der DKB-Ski-HALLE vollzogen. Einiges der weißen Pracht aus dem „größten Kühlschrank“ Deutschlands ist im Depot mit eingelagert. „Und wir haben auch den Schnee, der an der Schanze im Kanzlersgrund geschossen wurde, ins neue Depot gebracht“, berichtet André Lange weiter.

Mehr als 10 000 Kubikmeter eingelagert

Was die genaue Menge des eingelagerten Schnees angeht, so sprach der TWZ-Chef von etwa 10 000 Kubikmetern. „Hinzu kommen noch knapp 2 000 Kubikmeter, die wir in der Skihalle gelagert haben“, ergänzt er. Auf die immer wieder auftauchende Frage, ob die Skihalle denn nicht auch zur Schneeproduktion genutzt werden kann, hat der vierfache Bob-Olympiasieger eine einfache Antwort. „Das wäre ein ganz langfristiger Prozess, weil das System einfach nicht dafür ausgelegt ist. Außerdem wäre diese Variante sehr kostspielig“, meint er

Der Sommer kann kommen: Das Schneedepot ist abgedeckt!
Der Sommer kann kommen: Das Schneedepot ist abgedeckt!

Viele Menschen hoffen gerade auf einen schönen, warmen Sommer. André Lange teilt diesen Wunsch nicht unbedingt. „Das hat aber nur mit dem Schneedepot zu tun. Natürlich wird nicht der ganze Schnee die kommenden Monate überdauern. Es gibt Erfahrungswerte von anderen Standorten. Die besagen, dass wir mit 25 bis 30 Prozent Schwund rechnen müssen“, erklärt Lange. „Wir werden im Herbst sehen, ob das auch bei uns so ist “. Und eben bei erwähnten anderen Standorten wie zum Beispiel Ruhpolding oder Kitzbühel in Österreich haben sich die Verantwortlichen des TWZ auch Rat geholt, wie die weiße Pracht am besten abgedeckt werden kann. „Unsere Mitarbeiter haben den Schnee an der Oberfläche geglättet und dann zwei Lagen Styrodur von insgesamt 32 Zentimetern Stärke aufgebracht. Zum Schluss wurde das mit einer Silofolie abgedeckt“, erklärt Lange die Vorgehensweise. Auch das zog sich über eine längere Zeit hin, denn es musste immerhin eine Oberfläche von mehr als 2 500 Quadratmetern abgedeckt werden. Lange zeigte sich erleichtert, dass diese Arbeiten jetzt abgeschlossen sind.

Der Biathlon-Weltcup in Oberhof findet in der Woche vom 3. bis 8. Januar 2017 statt. Die Organisatoren hoffen, dass sie im Mai verkünden können, welche Wettkämpfe genau im kommenden Januar in Oberhof stattfinden und an wie vielen Tagen die Biathletinnen und Biathleten am Grenzadler um Weltcup-Punkte kämpfen. Die genauen Startzeiten werden Mitte des Jahres auf einer Terminkonferenz mit den übertragenden Fernsehanstalten festgelegt. Tickets wird es ab dem Spätsommer geben. Der Termin für den Vorverkaufsstart, die Preise und die offiziellen Vorverkaufsstellen werden rechtzeitig über die Homepage www.weltcup-oberhof.de bekannt gegeben.

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