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Montag , 19 November 2018

Der Biathlon-Weltcup 2015: Ein Rückblick

Selina Juliana Sauskojus – Das Jahr geht zu Ende. Zeit für uns noch einmal auf 2015 zurückzublicken, Resümee zu ziehen und uns die Fragen zu stellen: Wer sind die Gewinner des Jahres und wer die Pechvögel? Welche personellen Veränderungen gab es und wer beendete seine Karriere? Und auf wen sollten wir 2016 ein besonders scharfes Auge haben?

20150125 Staffel Frauen Biathlon Antholz (2579)

Es war ein heißes Jahr auf den Loipen und an den Schießständen, die den Biathleten 2015 als Bühne für große Momente dienten – die Weltcup-Saison 2014/2015 ging zu Ende, im finnischen Kontiolahti wurde die Weltmeisterschaft ausgetragen und Ende November startete die neue Saison, mit äußerst positiven Resultaten für das deutsche Team.

Gewinner und Pechvögel

Man muss zugeben: die Liste der Gewinner in diesem Jahr ist wenig überraschend. Bei den Herren glänzte der Dominator der letzten Jahre – Martin Fourcade – vor allen anderen. Mit deutlichem Abstand sicherte sich der Franzose nicht nur den Weltcupsieg, sondern auch die Krone im Sprint und in der Verfolgung. Bei der Weltmeisterschaft schnappte er sich zudem die Goldmedaille im Einzel. Doch dieser Mann scheint nicht müde zu werden, der Erfolgshunger ist ungebrochen. Furios wie eh und je startete er auch in die neue Weltcupsaison und behauptet zum Jahreswechsel das gelbe Trikot des Weltcupführenden.

Die Weißrussin Darya Domracheva sorgte in der ersten Jahreshälfte für ähnlichen Aufruhr. Sie schnappte der Finnin Kaisa Mäkäräinen den Weltcupsieg vor der Nase weg.

Bei der WM hatte allerdings eine ganz andere die Nase vorn: nach ihrer Babypause überraschte Marie Dorin Habert mit der Form ihres Lebens. Sie erkämpfte sich im Sprint und in der Verfolgung die Goldmedaille. Und ihre Form hält an. In der neuen Saison ist sie eine der heißen Favoritinnen auf den Weltcupsieg.

Auf deutscher Seite war vor allem Erik Lessers Weltmeistertitel in der Verfolgung ein sensationeller Erfolg. Franziska Preuss und Laura Dahlmeier wurden Vize-Weltmeisterinnen in Massenstart und Verfolgung. Wie gut das deutsche Team 2015 aufgestellt war zeigten vor allem die beidem Weltmeistertitel der Herren- und Damenstaffel – Titel, die auch Hoffnung auf eine erfolgreiche Weltmeisterschaft in Oslo 2016 machen.

Besonders erfreulich aus deutscher Sicht ist auch Miriam Gössners Rückkehr ins Weltcup-Team. Nach langer Verletzungspause ist die Bayerin wieder auf gutem und vor allem schmerzfreien Kurs.

Für Darya Domracheva lief es in diesem Jahr leider nicht nur rund. Nach ihrer Erfolgssaison zog sie sich das Pfeifferische Drüsenfieber zu – sie musste die neue Weltcupsaison absagen.

Auf deutscher Seite wurde vor allem Tina Bachmann vom Pech verfolgt. Ein Bandscheibenvorfall bedeutete auch für sie eine Zwangspause.

Auch der für Belgien startende Michael Rösch kam nicht ohne Verletzungen durch das Jahr. Nach einem Riss der Achillessehne musste er Gewehr und Skiroller für vier Monate zur Seite legen.

Trainerwechsel und Abschiede

In diesem Jahr sorgten vor allem zwei personelle Veränderungen im russischen und schwedischen Team für Aufsehen. Wolfgang Pichler wechselte von den russischen Damen zurück zu den schwedischen Biathleten. Dieser Wechsel machte sich bereits früh in der neuen Saison bemerkbar – die Schweden scheinen so gut drauf wie lange nicht mehr.

Ricco Groß verabschiedete sich aus deutschen Landen und machte sich auf, um dem russischen Herrenteam neue Impulse zu verleihen. Auch hier zeigen sich erste Früchte des Erfolges. Mit Anton Shipulin und Evgenyi Garanichev hat Groß zwei heiße Kandidaten für den Gesamtweltcup.

2015 hieß es aber auch Abschied nehmen. Ein Jahr nach seiner erfolgreichen Schwester beendete auch der Norweger Lars Berger seine aktive Karriere. Auf deutscher Seite verabschiedete sich Christoph Stephan vom Weltcup-Zirkus. Wir wünschen beiden an dieser Stelle alles Gute für ihre Zukunft und bedanken uns für spannende Momente in der vergangenen Jahren.

Und 2016?

Die Leistungsdichte im Biathlon ist so hoch wie nie. Natürlich, ein Martin Fourcade oder eine Kaisa Mäkäräinen werden auch 2016 DIE Favoriten für den Weltcup und die Weltmeisterschaft sein. Aber auch andere deuteten in der jungen Saison an, dass sie durchaus Ambitionen haben.

Vor allem das deutsche Team legte einen förmlichen Zauberstart hin – alle überraschten und erfreuten mit Siegen, Podestplätzen und Platzierungen unter den besten der Besten. Es gilt aber ein besonderes Auge auf Simon Schempp und Laura Dahlmeier zu haben. Ersterer war bereits in der vergangenen Saison oben in der Weltspitze – 2016 scheinen auch Weltmeistertitel und weitere Weltcupsiege möglich. Laura Dahlmeier kehrte nach Krankheit furios in den Weltcup zurück. Auch sie ist im Favoritenkreis für das kommende Jahr.

Auf internationaler Ebene muss insbesondere mit den Norwegern gerechnet werden. Diese wollen sich bei ihrer Heim-WM bestmöglich präsentieren. Ole Einar Bjoerndalen zeigte mit seinem 95. Weltcupsieg, dass auch der erfahrenste Athlet im Weltcup zu einigen Überraschungen fähig ist. Aber auch Tarjei Boe zeigt sich in sensationeller Frühform.

Nach dieser Form suchen Favoriten wie Jakov Fak und Lukas Hofer noch. Bis Oslo kann aber noch einiges passieren.

Bei den Damen ist das Feld noch enger beisamen. Marie Dorin Habert, Gabriela Soukalova, Kaisa Mäkäräinen und viele andere könnten sich 2016 die Biathlon-Krone aufsetzen.

Es wird auf jeden Fall spannend. Wir hoffen, dass alle Athleten gesund durchs Jahr kommen und natürlich auch auf viele Erfolge der deutschen Biathleten.

Nachdem der Weltcup in Oberhof wetterbedingt leider abgesagt werden musste, geht es am 8. Januar in Ruhpolding mit dem Weltcup weiter.

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