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Dienstag , 20 November 2018

Boykott bei Weltcupfinale im russischen Tjumen

In Tjumen nicht dabei: Ondrej Moravec (CZE) – Foto: Andrei Ivanov

Aufregung gibt es um den letzten Weltcup dieser Saison in Russland. Die Mannschaften aus Tschechien, Kanada und der USA boykottieren die Wettkämpfe vom 22.-25.März in Westsibirien. Der Boykott soll als Protest gegen den Staatsdopingskandal der russischen Mannschaft gelten. Der Schwede Sebastian Samuelsson und der Slowene Klemen Bauer haben sich ebenfalls für diesen Weg entschieden und werden in Tjumen nicht an den Start gehen. IBU-Generalsekretärin Nicole Resch sagte dazu in einem Interview mit der DPA: „Wir sind ein demokratischer Verband, in dem es verschiedene Meinungen gibt, die alle respektiert werden. Auch die Entscheidung, an bestimmten IBU-Veranstaltungen nicht teilzunehmen.“ Mit Sanktionen müssen die Sportler und Verbände der boykottierenden Mannschaften deswegen nicht rechnen. Die IBU wird die Wettkämpfe aber wie geplant durchführen.

Die deutsche Mannschaft wird nach Aussagen des DSV-Präsidenten Franz Steinle in Tjumen starten. „Es ist ganz klar, dass wir dorthin gehen. Wir werden diesen Weltcup nicht boykottieren. Wenn der eine oder andere Athlet sagt, dass er dort nicht hingehen möchte, dann ist das seine Entscheidung“, sagte DSV-Präsident Franz Steinle am Rande der Winterspiele in Pyeongchang.

Die russische Mannschaft wird nach der Suspendierung einiger Sportler bei den olympischen Winterspielen von Pyeongchang beim letzten Trimester der Biathlonsaison 2017/18 wieder vollständig am Start sein. Auch Anton Shipulin, derzeit auf dem vierten Platz im aktuellen Gesamtweltcup, ist in Kontiolahti, Oslo und Tjumen wieder dabei.

Anton Shipulin (RUS) – Foto: Andrei Ivanov

 

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