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Mittwoch , 19 September 2018

Biathlon-News: In der Causa Sachenbacher-Stehle liegt noch einiges im Argen!

Reit im Winkl (Andreas Raffeiner) – Evi Sachenbacher-Stehle wurde des Dopings überführt. Soweit ist alles bekannt. In ihrem bayerischen Heimatort Reit in Winkl im Chiemgau wurde sie von der Internetseite und allen Plakaten, die sie mit Juniorenweltmeister Johannes Kühn zeigen, entfernt. Ob sie je wieder da zu sehen ist, ist fraglich. Der Verband versucht den äußerst unschönen Vorfall in Sotschi herunterzuspielen. Glaubwürdigkeit schaut aber anders aus. Die deutsche Skijägerin, die in Russland positiv auf das verbotene Stimulanzmittel Methylhexanamin, das sich wie ein Zungenbrecher liest, getestet wurde, ist in aller Munde. Franz Steinle, seines Zeichens Präsident des Skiverbands meint, dass ein Vergehen aus Dummheit anders einzuschätzen sei als vorsätzlicher Betrug.

Inzwischen ist bekannt, dass die 33-jährige Biathletin zwischen vier und sieben Nahrungsergänzungsmitteln zu sich genommen hat. Die verbotene Substanz hat sich vermutlich in einem asiatischen Gute-Laune-Tee befunden. Doch dieser ist, die Konsequenzen betrachtet, wohl seinen Namen nicht wert.

Evi Sachenbacher-Stehle könnte nun für einen Zeitraum von zwei Jahren gesperrt werden. Das würde möglicherweise dem Karriere-Ende gleichkommen. Falls der Weltverband IBU zum Ergebnis kommen, dass die DSV-Athletin nicht beabsichtigt habe, ihre Leistung zu optimieren, kann es bei einer Abmahnung belassen. Der Imageschaden bleibt aber dennoch. Als Wiederholungstäterin kommt sie jedoch nicht infrage, zumal die einige Tage andauernde Schutzsperre bei den Olympischen Winterspielen vor acht Jahren im norditalienischen Turin nicht als Dopingfall gesehen wird.

Nichtsdestotrotz gehen beim DOSB die Wogen hoch. Hier hat man Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Möglich ist, dass die Athletin Entsendungskosten und Vertragsstrafen aus der eigenen Tasche berappen muss. Billig wird das Ganze sicher nicht. Und auch die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt schon gegen einen unbekannten Dritten.

Evi Sachenbacher-Stehle hat einige Sponsoren. Ob sie ihr das Vertrauen entziehen, ist noch ungewiss. Dennoch empfiehlt die Nationale Anti-Doping-Agentur, auf Ergänzungsmittel zu verzichten. Der deutsche Justizminister kündigt eine härtere Gesetzgebung in der heiklen Angelegenheit vor. So will man den Besitz, aber auch die Anwendung hart bestrafen. Sowohl Sünder als auch Ärzte riskieren eine mehrjährige Haftstrafe.

Ein Blick nach Sotschi zeigt, dass mehr als 2.500 Tests durchgeführt worden sind. Ein österreichischer Langläufer, zwei Eishockeyspieler, eine Langläuferin und ein italienischer Bobfahrer, aber auch eben Sachenbacher-Stehle wurden überführt. Auch wenn der Prozentsatz verschwindend klein ist, ist er, wer sich einen sauberen und vor allem fairen Sport als Maxime gesetzt hat, eindeutig zu hoch.

(unter Berücksichtigung zweier Texte der Münchener Abendzeitung)

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