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Dienstag , 19 Juni 2018

Biathlon im Sommer – Wie funktioniert das denn eigentlich genau?

Statt Schneepiste – Asphaltdecke; statt Skating-Ski – Ski-Roller an den Füßen

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Isabell Bednarz – Foto: Markus Hauf

Hohenzollern Skistadion (hau). – Die Deutschen Stars der Internationalen Biathlonszene kämpfen vom 04. – 06.09. im Skilandesleistungszentrum / Hohenzollern Skistadion erneut um Deutsche Meisterehren. Im Sprint am Samstag und in der Verfolgung am Sonntag werden die Damen um Franziska Hildebrand, Laura Dahlmeier und Franziska Preuß jeweils am Vormittag und die Männer allen voran mit Erik Lesser und Simon Schempp nachmittags an den Start gehen. Doch warum im Sommer? Und wie funktioniert das eigentlich genau – so ganz ohne Schnee? Markus Hauf ging diesen Fragen nach:

Montagvormittag, der böige Wind treibt Regenschauer durch das Hohenzollern Skistadion – doch die jugendlichen Biathleten des Skiverbandes Bayerwald kümmert das nicht. Unter den wachsamen Augen ihres Trainers, Frank Hanus geben Theresa Wanninger, Lisa Fuchs, Andreas Melch, Alexander Bender, Christina Wölfl, Elisa Weinfurter, Isabell Bednarz, Marcell Fiedler und Lara Vogl eine Fünfer-Schuss-Serie nach der anderen auf die 50 Meter entfernten Biathlonklappfallscheiben ab. Der erfolgreiche Biathlet werde im Sommer gemacht heißt es ja bekanntlich. Frank Hanus erklärt: „Die Durchführung der Deutschen Biathlon Meisterschaften im Sommer haben sich in der Vergangenheit bewährt!“ Zum Einen sei der Internationale Wettkampfplan der Biathleten im Winter bereits mit Terminen vollgepackt und zum Anderen: „…bilden die Deutschen Meisterschaften im September eine gute Möglichkeit den Trainingszustand der Biathleten zu überprüfen!“ Frank Hanus weiß wovon er spricht. Der 38jährige Zwiesler ist Bayerischer Landestrainer der Jugendlichen und Junioren in der Altersspanne 16 bis 19 Jahre. Er erklärt die Besonderheiten der Ausrüstung der Biathleten im Sommer: So sei die Brille keineswegs ein modisch-cooler Schmuck sondern biete bei den hohen Geschwindigkeiten Schutz für die Augen vor Fliegen und schütze vor allem auch vor Verletzungen mit den Stöcken. Die Stöcke sind nämlich genauso lang wie im Winter und bis auf die speziellen Spitzen für den Asphalt identisch mit den Stöcken, die im Winter verwendet werden. Das Klein-Kaliber-Gewehr wird wie im Winter auf dem Rücken über die Strecken mitgeführt. Der wohl größte Unterschied zum Winter besteht im Fortbewegungsmittel. Statt der Skating-Ski werden Ski-Roller unter die Füße geschnallt. Der Bewegungsablauf – das Skaten – ist dabei identisch. Auch die erreichbaren Geschwindigkeiten sind ähnlich, jedoch gibt es an den Ski-Rollern keine Bremsen. Was also tun? „Auslaufen lassen oder bei niedrigeren Tempo, etwa beim Anfahren des Schiesstandes mit einer Art Schneepflug das Tempo vorsichtig verringern!“ so Hanus. Das Skilandesleistungszentrum / Hohenzollern Skistadion biete hier vom Profil her beste Trainingsstrecken zwischen 500 Metern und 2,5 Kilometern Länge. Auch Lokalmatador Florian Graf nutze die hervorragenden heimischen Trainingsmöglichkeiten vor allem auch im Sommer, so Hanus.

Die 18jährige Isabell Bednarz stellt sich nach dem Schießtraining als Modell zur Verfügung. Stirnband, Brille, Stöcke, das Gewehr auf dem Rücken und die Skiroller an den Füßen, so geht’s an den Start.

Das sind sie: ca. 50 cm lang, 1,5 kg schwer, Bindung für die Schuhe wie im Winter und zwei Räder – das Sportgerät der Biathleten im Sommer: die Ski-Roller

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