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Montag , 23 April 2018

Auf die sportliche Misere folgt teaminterner Zoff

Kathrin Lang – Foto: www.cepix.de

Pokljuka (Andreas Raiffeiner) – Die deutsche Biathlonnationalmannschaft der Frauen ist keineswegs zu beneiden. Eingangs blieben die gewünschten Erfolge und Resultate aus, dann wurde die Missstimmung immer größer. Beim Weltcupeinsatz in Pokljuka enttäuschten die DSV-Damen sehr. Die Skijägerinnen Kathrin Lang und Nadine Horchler, die unberücksichtigt blieben, haben ihre Geschütze scharfgestellt und greifen Teamkolleginnen und Trainer gleichermaßen an. Und alle sind sich einig, dass man von harmonischer und ausgeglichener Einheit weit, ja meilenweit entfernt ist.

Lang ließ ihrem Unmut freien Lauf und postete auf einer sozialen Plattform, dass die Bundestrainer feige wären, zumal sie sich ja nicht trauen, Restplätze mit Personen zu füllen, die sich abermals angeboten haben, aber nicht ins Schema passen. So könnte laut der Biathletin die Gefahr zu groß sein, dass Sportlerinnen aus der zweiten Reihe besser sein könnten.

Dass es kriselt, wurde bereits bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi mehr als klar. In Russland wurde kein einziges Mal über Edelmetall gejubelt. Im Sprint von Pokljuka, den überraschenderweise die Österreicherin Katharina Innerhofer gewonnen hatte, setzte es für Laura Dahlmeier als beste Deutsche bloß den doch enttäuschenden 22. Platz. Auch Nadine Horchler, derzeit IBU-Gesamtführende, polterte. Sie sitze laut eigenen Angaben vor dem Fernseher und verfolge das Rennen, obwohl sie einen Startplatz sicher habe…

Uwe Müßiggang, der Trainer, sieht das offenkundig anders. Denn der 29. Platz für Horchler in Ruhpolding und Oberhof ist sicher nicht das Gelbe vom Ei. Und Lang kam nur auf den mehr als ernüchternden 72. Rang. Müßiggang meint, dass beide Mädls durchaus ihre Chancen hatten. Nur nutzen konnten sie sie nicht. Demzufolge ist der eine freie Startplatz mehr als verständlich. Der Coach, der mit Ende der Saison seinen Rücktritt angekündigt hatte, spricht von einem Neubeginn. Da werden auch die jüngeren Athletinnen bevorzugt.

Doch Kathrin Lang versteht so manche Personalentscheidung nicht. Evi Sachenbacher-Stehle hat laut ihren Augen bei drei von vier Sprintrennen nicht gerade glänzende Ergebnisse erzielt. Dessen ungeachtet habe sie weiter teilnehmen dürfen. Und Miri Gössner, die bedingt durch ihren Radunfall nicht gerade in Höchstform ist, erhält sämtlichen Freiraum. Vier Platzierungen unter den besten 60 sind halt alles andere als erfolgsversprechend.

Wir werden sehen, ob es zu einer Aussprache zwischen Athletinnen und Betreuerstab kommt. Auch wenn die Saison so gut wie gelaufen ist, täte ein Meinungsaustausch beiden Seiten gut. Sonst geht das Ganze weiter, überträgt sich auf Sommertrainings und auf die nächste Saison. Und im Hinblick auf die WM 2015 im finnischen Kontiolahti wären das wohl mehr als nur fatale, ja negative Vorzeichen.

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