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Mittwoch , 13 Dezember 2017

3. Internationaler Dog-Biathlon – Biathlon ohne Ski, dafür mit Hund

Hockenheim (Selina Juliana Sauskojus) – Der Weltcup macht Pause, die Biathleten bereiten sich auf die kommende Saison vor und das Fernsehgerät im heimischen Wohnzimmer fristet wochenends eine verweiste Existenz. Doch wer nicht ganz auf das Erlebnis Biathlon verzichten möchte, hat viele Möglichkeiten sich das Warten zu versüßen. Am kommenden Wochenende findet in Hockenheim der 3. Internationale Dog-Biathlon statt, ein Erlebnis nicht nur für Biathlon-Fans, sondern auch für den besten Freund des Menschen.

Foto: laserbiathlon.de
Foto: laserbiathlon.de

Auf dem Gelände des Schäferhundevereins in Hockenheim herrscht gespannte Stille. Fünf Sportler stehen am Schießstand, wenige Meter hinter ihnen warten ihre vierbeinigen Laufgefährten. Die ersten Schüsse werden abgegeben. Zu hören ist das nicht, es wird mit Lasergewehren geschossen. Jeder Treffer wird bejubelt, bei Fehlschüssen geht ein leises Raunen durch die Zuschauerreihen. Der erste Sportler bleibt fehlerfrei, schnell die Waffe abgelegt und den Hund an das Laufgeschirr geleint geht es zurück auf die 700 Meter lange Strecke, vorbei an der Strafrunde, die Mensch und Hund je nach Anzahl der Fehlschüsse frequentieren müssen.

Was exotisch klingen mag, ist für Deutschlands Hundesportler seit 2014 ein jährlich heiß erwartetes Event. In den vergangenen Jahren inspirierte der Biathlonsport, wie wir ihn kennen, diverse neue Sportarten: Mountainbike-Biathlon, Leichtathletik-Biathlon und nun eben auch den Dog-Biathlon.

Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand vor zwei Jahren, als eine siebenköpfige Gruppe begeisterter Hundesportler auf ein Bild stieß, das einen ihrer internationalen Kollegen bei einer Hundebiathlon-Veranstaltung zeigte. Warum sollte es eine derartige Veranstaltung nicht auch in Deutschland geben? Der Stein kam ins Rollen und im September 2014 wurde in Bad Homburg der erste Internationale Dog-Biathlon mit 35 Teilnehmern und ihren Hunden ausgetragen. 2015 verdoppelte sich die Anzahl der Starter auf 70. In diesem Jahr sind es ganze 96 Teilnehmer, die sich am 21. Mai in dieser neuen Sportart messen.

Foto: laserbiathlon.de
Foto: laserbiathlon.de

Das Schöne ist, dass der Dog-Biathlon ein Sport für jedermann ist, vorausgesetzt er hat einen Hund. Die Vielfalt an Hunderassen und Sportlern ist eines der Markenzeichen der Veranstaltung. Vom Zwergpinscher über den Husky und den Schäferhund – jeder Hund, der Spaß am Sport mit dem Herrchen hat, ist willkommen. Und auch das menschliche Starterfeld besticht mit einem Mix aus Athleten, die im Hundesport Erfolge feiern, und Freizeit-Sportlern, denen es vor allem darum geht, sich mit ihren Hunden ein bisschen sportlich zu betätigen. „Beim Dog-Biathlon geht es vor allem um den Spaß!“, so Mitorganisator Andreas Liebers. Und tatsächlich erinnern die Veranstaltungen auch ein wenig an ein Familientreffen, bei dem neue Mitglieder aber stets willkommen sind.

Im Mittelpunkt steht für die Teilnehmer und Organisatoren die sportliche Betätigung mit dem Hund. Deswegen ist der Dog-Biathlon auch ein wenig anders, als der Biathlonsport, den wir sonst gewohnt sind. Das grundlegende Biathlon-Konzept hat der Dog-Biathlon beibehalten. Drei Runden, à 700 Meter müssen zurückgelegt werden, zwischendurch wird einmal im stehenden und einmal im liegenden Anschlag geschossen. Das Gewehr wird, anders als beim Biathlon, nicht mit auf die Strecke genommen. Die Gewehre befinden sich auf den Schießmatten und müssen von den Sportlern vor dem Schießen aufgenommen und nach dem Schießen abgelegt werden. Wer nicht trifft muss in die Strafrunde, die wie beim Biathlon 50 Meter lang ist. Die Unterschiede fangen beim Schießstand an. „Wir haben uns zum Wohl der Hunde für Lasergewehre entschieden“, erzählt Liebers, „Kleinkalibrige Waffen, wie sie beim Biathlon verwendet werden, wären für das empfindliche Gehör der Hunde zu laut.“ Das Wohl der Hunde ist für die Organisatoren die oberste Maxime. Sollten die Temperaturen ein erträgliches Maß übersteigen, so behalten sich die Organisatoren vor, die Strecke zu kürzen oder den Menschen auch mal eine Runde ohne den Laufpartner absolvieren zu lassen.

Foto: laserbiathlon.de
Foto: laserbiathlon.de

Der Dog-Biathlon ist aber nicht nur für teilnehmende Sportler und Hunde ein unvergleichliches Erlebnis. Auch der Zuschauer bekommt einiges geboten. So gibt es neben den Einzelwettbewerben der Frauen und Männer auch einen Staffelwettbewerb, der an Spannung dem Winter-Biathlon in nichts nachsteht. Der einzigartige Mix aus Sport und Spaß, die Mensch und Hund miteinander teilen, machen den Dog-Biathlon zu einer Veranstaltung, die ihresgleichen sucht. Wer sich selbst davon überzeugen will, kann am Samstag auf dem Gelände des Schäferhundevereins Hockenheim vorbeischauen und sich ein bisschen Biathlon in den Sommer holen.

Der 3. Internationale Dog-Biathlon findet am 21. und 22. Mai auf dem Gelände des Schäferhundevereins Hockenheim statt. Am Samstag beginnt die Veranstaltung um 10.00 Uhr mit den ersten Läufen und endet am Nachmittag mit der Staffel. Am Sonntag beginnen die zweiten Läufe um 09.00 Uhr, abgeschlossen wird der Dog-Biathlon mit den Finalläufen und der Siegerehrung.

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